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Wut und Garten und Baustelle

Wut.

Habe ich schonmal erwähnt, dass ich einfach kein Glück mit Autos habe? Also.. Null?

ÖlfilterSeit vier Wochen steht unser Citroën C4 mit Motorschaden in der Werkstatt und wartet auf einen neuen Motor. Dreck im Ölfilter – vermutlich löst sich der Zahnriemen auf. „Reparieren kann ich nicht empfehlen – das wird nie richtig gut!“

Naja – ich habe ja keine Ahnung.

Anfang der Woche ein Anruf, der Motor würde sich wiederum verspäten – in drei Wochen könne ich aber bestimmt vielleicht damit rechnen. Die letzten Wochen waren nicht nur anstrengend, weil wir keine Küche mehr haben – auf dem Land und mit drei Kindern ist eingeschränkte Mobilität richtig ätzend.

Also habe ich eine andere, eine Citroën-Werkstatt in der Nähe angerufen. „In 2 Tagen kann ich den Motor liefern. Aber warum wird denn nicht repariert? So wie Sie das schildern, Herr Klinge, kann man das auch einfach reparieren. Kostet einen Bruchteil. Ach, und es kann gut sein, dass das sogar noch ein Garantiefall ist – so alt ist das Auto ja noch nicht.“

Gute Nachrichten, dachte ich, und rief die erste Werkstatt an. Ich verzichte auf weitere drei Wochen Wartezeit – der Wagen wird abgeschleppt und in eine andere Werkstatt gebracht. Oha.

Zwei Stunden später rief man mich zurück. „Hoppla, der Motor sei überraschend aufgetaucht. Nee, stornieren könne man jetzt nicht mehr. Macht dann 4500 €. Bitteschön, dankeschön.“

Ich halte mich für einen recht genügsamen Menschen. Ich begegne anderen Berufsgruppen mit Respekt und rede ihnen nicht in ihre Expertise. Ich war weder auf der Youtube-Akademie noch der Telegram-Universität. Ich habe grundsätzlich Vertrauen in mein Gegenüber.
Aber hier fühlte ich mich verschaukelt und es hat mich einige freundliche Telefonate mit dem Dritthändler und einige unfreundliche Gespräche in der Werkstatt gekostet, bis wir Freitagabend, auf die letzte Minute unser Auto in die neue Werkstatt gebracht haben.

Vier Wochen Warten und 300 € Rechnung für jede Menge Ärger. Aber vielleicht wird jetzt alles gut.

Garten

All den Ärger habe ich heute Vormittag im Garten weggeatmet. Bilder sagen an dieser Stelle mehr als 1000 Worte.

Wut und Garten und Baustelle 1

Wut und Garten und Baustelle 2

 

Baustelle

Seit anderthalb Wochen sind wir (etwas spontan) ohne Küche und es werden noch fünf weitere, in denen wir uns von Müsliriegeln und kalter Erbsensuppe aus der Dose ernähren.

Den Nachmittag habe ich in der Baustelle unseres Erdgeschosses verbracht. Eine Viertelstunde habe ich, unter dem interessierten Blick meines Schwiegervaters, mit dem Meißel wie blöd auf einem Absatz eingehakt, bis der sich erbarmte, und mir richtiges Werkzeug in die Hand drückte.

Wut und Garten und Baustelle 3

Ich bin jetzt auch nicht völlig unbegabt, aber wenn ein rüstiger Siebzigjähriger mit der kiloschweren HILTI-Bohrmaschine über dem Kopf auf die Wand einhämmert, bin ich im Vergleich so nützlich wie ein Besenstiel.

Baustelle

So hat diese Woche vielleicht doch noch ein gutes Ende gefunden.

Nebenher habe ich von meinen beiden Grafikteams außerdem Vorschläge für mein Roman-Cover erhalten und die immer einzeln an Freunde weitergeschickt und um Rückmeldung gebeten. Das war einerseits überaus witzig (5 Leute = 5 Meinungen) aber insgesamt auch äußerst produktiv. Mehr dazu hoffentlich in zwei oder drei Wochen an dieser Stelle.

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