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Der Einfluss kleiner Dinge.

Wir haben einen Swimming Pool im Garten.
Swimming PoolUrsprünglich mal eine Ruine (ich schrieb darüber) sind da viele Wochen Arbeit hineingeflossen, um ihn in ein hübsches Gimmick zu verwandeln. Pool und Terrasse sind tatsächlich ganz hübsch – insbesondere für die Kinder ein Highlight. Für mich hat der Pool ehrlicherweise an Zauber verloren: Das Holz muss jährlich gestrichen werden (ein Nachmittag geht dafür drauf), der Pool einmal gelehrt geleert und geputzt (ein weiterer Nachmittag) werden und dann alle zwei Jahre neu gestrichen (noch ein Nachmittag). Dazu ständiges Kümmern um Chlorgehalt, pH-Wert und der Kampf gegen Trübung und Algen.

So hübsch die Vorstellung eines Pools ist – in Wirklichkeit macht er halt auch Ärger.

In diesem Jahr war ich kaum noch motiviert für die ganze Arbeit. Die letzten zwei Jahre waren zwar im Mittel zu warm und zu trocken – aber wirkliches Sommerwetter war rar gesät. Viel Aufwand, wenig Nutzen.

Unser Pool hat eine Wassertiefe von etwa einem Meter und ist gut siebeneinhalb Meter lang. Das ist gut zum planschen und Bahnen tauchen, aber richtiges Schwimmen geht da nicht. Nach zehn Minuten „im Kreis schwimmen“ habe ich eigentlich immer genug. Nachdem letztes Jahr auf Twitter jemand einen Schwimmgürtel gepostet hat, habe ich mir fest vorgenommen, mir auch einen zu bestellen (Amazon-Link). Dabei handelt es sich letztlich um einen Gürtel mit einer Gummileine, die den Schwimmer zurückzieht.

SchwimmgurtUnd

was

für

ein

Unterschied!

Ich ärgere mich maßlos, dass ich die 13,99 € nicht schon vor fünf Jahren investiert habe! Plötzlich kann ich Zug um Zug machen, ohne dass ich gegen eine Wand stoße. Ich kann eine Ewigkeit schwimmen und genieße es sehr.

Es ist verrückt, die manchmal Kleinigkeiten einen so großen Einfluss auf das eigene Befinden haben. Oft im negativen („Eine kritische Stimme bleibt mehr im Ohr, als 99 begeisterte!“) – aber dieses Mal im positiven.

 

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