Ich habe keine Ahnung, wie man die perfekte Balance in seiner Life-Work-Balance findet oder ob es so etwas überhaupt gibt. Aber: Es gibt Orte und Werkzeuge, an und mit mit denen ich viel Zeit verbringe und die mir viel Geld wert sind. Zuletzt hat mein Büro eine neue Decke und nun auch einen neuen Fußboden erhalten.

Büro-Einrichtung

Ich teile mir das Büro mit einer Schulleitungs-Kollegin, die mit mir gemeinsam vor anno-dazumal das Referendariat gemeistert hat. Amüsante Entwicklung, dass wir jetzt gemeinsam in einem Büro sitzen und zukünftig sogar eine Klasse gemeinsam führen.

Trotz Sommerferien haben wir uns heute in der Schule getroffen, um unser Büro einzurichten. Beide verbringen wir etwa die Hälfte unserer Arbeitszeit in diesem Raum und entsprechend darf – nein, muss! – dieser Raum so gestaltet sein, dass ich (bzw. wir) da auch gerne bin. Insgeheim ist mein Ziel, dass die Kolleg*innen zukünftig fadenscheinige Vorwände vorbringen, um Zeit in dem Raum zu verbringen – einfach, weil er so heimelig ist.

Schreibtische und Computer sind nun aufgebaut – heute war es Zeit für erste Details.

5 Minuten Schulleitung: Meine Büroeinrichtung fürs neue Schuljahr 1 1

Die alte Kamera obenauf ist von meinem Großvater (der nach dem Krieg selbst Schulleiter an einer Förderschule war) und bildet mit dem Setzkasten einen hübschen Kontrast zu unserer durchdigitalisierten „Tabletschule“.

Von guten (alten) Freunden habe ich einen ganzen Wäschekorb wirklich alter Bücher geschenkt bekommen. „Wir freuen uns, wenn die Bücher ein neues zu Hause finden – unsere Kinder würden sie wohl nur wegwerfen!“

Und wie ich mich erst freue! Einige der Bücher sind über zweihundert Jahre alt und der Inhalt mit alter Schrift und verschnörkelten Zeichnungen sieht aus, als könne man damit schwarze Messen feiern. Lesen kann ich sie jedenfalls nicht.

5 Minuten Schulleitung: Meine Büroeinrichtung fürs neue Schuljahr 1 2

Bei Amazon habe ich mir flache Leuchten für das Regal besorgt (Link), die die Bücher wirklich schön zur Geltung bringen. Eine alte Zeitschaltuhr sorgt für nahtloses Ein- und Ausschalten.

Es fehlen noch einige Blumen und wir versuchen, ein Sofa aufzutreiben. Aber: Der perfekte Platz für das Weinregal ist gefunden und ich werde noch eine Flasche „Chateau Picard“ dafür besorgen. (Muss das begründet werden? Ich glaube nicht.) Dazu aber mehr, wenn es soweit ist.

Stand jetzt bin ich sehr zufrieden. Hier lässt es sich arbeiten.