Mondlandung im Unterricht 1Die Mondlandung im Unterricht? Na klar!
Zu den wirklich zauberhaften Aspekten des Lehrberufes gehört, dass man sich kreativ austoben kann, wenn man möchte (ich habe eine Reihe dazu geschrieben: „Gute Gründe, Lehrkraft zu werden„). Ich brauche das immer wieder in meinem Leben. Sei es, wenn ich privat DIY-Projekte starte und Hühnerhäuser baue, Bücher schreibe oder meinen Unterricht vorbereite.

Ich brauche diese Kreativität und kann mir nicht vorstellen, darauf zu verzichten. Ob die Erstellung von Spielen, das Basteln von Lerntheken oder Erfinden neuer Experimente für den Physikunterricht: Wenn ich nicht Neues ausprobiere, werde ich nicht glücklich.

Filmaufnahmen

In wenigen Wochen starte ich in einen neuen Physikkurs und habe in den vergangenen Wochen viel Zeit investiert, das Standard-Material in einen NASA-ähnlichen Stil zu bringen: Eine Gruppe Astronauten ist auf dem Mond verunglückt und die Schüler*innen müssen sich viel physikalisches Wissen aneignen, um ihnen zu helfen.

Dazu gehören auch ein paar Videoaufnahmen. Nicht, weil es muss – sondern weil ich wenig Erfahrung mit Greenscreen-Aufnahmen und Filmschnitt habe. Entsprechend habe ich mir einen Astronautenhelm besorgt und einen grünen Schirm. Habe Zeit investiert um herauszufinden, mit welcher Beleuchtung ich meine Tochter (sie spielt die Astronautin) am besten aus unserer Küche heraus- und in ein Weltraumlabor hineinschneide.
Habe zahlreiche Interferenzen erstellt – einerseits, um dem Video Authentizität zu vermitteln und andererseits mein fehlendes Filmstudio und meine mangelhaften Fähigkeiten zu verstecken.

Bei Twitter wird gefragt, ob und wie Lehrkräfte ihre Arbeitszeit messen. Der Schulleiter Tobias Schreiner hat das ganz passend ausgedrückt: „Ich hab’s versucht, aber bald wieder gelassen, weil es oft so verschwimmt: Das Tool, das ich für einen mgl. Einsatz in der Schule teste; Arbeit oder Freizeit? Das Buch über „Schule ohne Noten“, das ich lese? Der Austausch auf Twitter über Tabletklassen? Die Mail am Spielplatz?“

Hier ebenso: Sind solche Spielereien Arbeitszeit? Niemand verlangt von mir solchen Einsatz – also ist es eigentlich Hobby. Aber ich mache das, um bei einigen Kindern Neugierde und Begeisterung für das Fach Physik zu wecken. Also ist es Job. Hm. Hm.

Filmschnitt

Am Ende vielleicht eine Mischung aus beidem und vielleicht geht es gut und ich kann ein paar Kinder motivieren, sich mit Physik zu beschäftigen. Schön wäre es – und ansonsten wage ich im kommenden Sommer einen alternativen Versuch.

Vielleicht mit Dungeons und Dragons? hrhr

Jetzt aber meldet sich erstmal Jane Kirk vom Mond und braucht …chrchrr.. dringend Hilfe bei ..chrchrrrr…