„Wie groß sind Sie, Herr Klinge?“

“Wie groß ist Herr Klinge?” Das ist – ohne zu übertreiben – eine der meistdiskutierten Fragen, wo immer ich auftauche.
Dass ich einmal den dritten Platz in einem Kochwettbewerb für Männer errungen habe – uninteressant!
Dass ich, seit mir im Sommer 2007 ein großer Ast auf den Kopf fiel, fließend Aramäisch und gebrochen Alt-Griechisch spreche – völlig ohne Belang.

Nein, es geht immer nur um das eine: “Wie groß sind Sie, Herr Klinge?” So auch, seit ich nun endlich richtiger Lehrer bin.

“Ich wette, über 2 Meter.”

Schlaues Kind, hast im Internet gegoogelt, denke ich.

“Ich weiß es”, ruft der nächste und wirft irgendeine Zahl ein. “Nein, nein”, unterbrechen andere stürmisch und rufen andere Zahlen, die sich schrittweise um Eins erhöhen oder verringern.

In geduldiger, jahrelanger Arbeit hat mein Vater mich und meine Geschwister alle paar Wochen gemessen – ein nachträglicher Dank dafür :-). Herausgekommen ist eine Kurve, die beweist, dass Mathematik im Alltag tatsächlich zuweilen einen Nutzen findet. image Ich könnte es einfach machen und erzählen, dass meine Körpergröße in etwa der kleinsten Zahl entspricht, deren englische Bezeichnung alle fünf Vokale exakt einmal enthält – aber das wäre nicht genau. Zumal die Körpergröße eines Menschen vom Morgen zum Abend hin abnimmt. Ich bin auf jeden Fall – und zwar zu jeder Tageszeit – größer als die kleinste Zahl mit 14 Divisoren und ganz sicher kleiner als die kleinste Kubikzahl die als Summe von drei weiteren Kubikzahlen dargestellt werden kann. Um genau zu sein: Der Mittelwert aller drei gesuchten Zahlen addiert zur kleinsten Primzahl ergibt meine Körpergröße um exakt 12 Uhr Mittags auf der Höhe des Meeresspiegels. Lösungsvorschläge nehme ich per Mail oder nach dem Unterricht entgegen. Wer es herausfindet, bekommt einen Kuchen 😉

Schätzungen: 7.357 Eingegangene Lösungsvorschläge: 23 Korrekte Lösungen: 11