Hörspiel: Projekt – Material und Software

Hörspiel: Projekt – Material und Software

Teil 3 meiner Hörspiel Serie.

Als Grundlage für ein Hörspiel eignet sich jedes Buch oder Theaterstück. Je nach Vorlage muss dann mehr oder weniger Aufwand betrieben werden, es in ein “Drehbuch” umzuschreiben.
Hintergrundmusik findet man in Form von Film-Soundtracks – davon hat jeder sicher ein paar CDs aus seiner Jugendzeit rumfliegen.
Effekte findet man zum Beispiel kostenlos hier oder durch intensives googlen. Mit der Zeit bekommt man eine stattliche Sammlung zusammen.

Die Zeiten, in denen man Hörbücher auf Kassette aufgenommen und gemischt hat, sind endgültig vorbei. Leichter, schneller und besser geht es heute auf dem Computer. Dabei gilt für mich: Ich will kein galaktisches Alles-Könner-Programm mit 128 Spuren um jede Nuance noch verändern zu können – sondern eine einfache Software, die mir grundlegende Funktionen zur Verfügung steht und die ich intuitiv verstehe.
Ich arbeite seit jeher mit Goldwave, eine kostenlose Alternative ist Audacity. Denn im Grunde reduziert sich alles auf drei Funktionen:

            • Aufnehmen
            • Schneiden
            • Mischen

Mehr braucht es nicht.
Man nimmt einen Sprecher auf, schneidet vorne und hinten die Stille raus und mischt am Ende Geräusche und Musik drunter. Fertig.

Natürlich geht mit Adobe Audition alles besser und professioneller. Aber ich wollte ein Hörspiel machen und mich nicht tagelang mit der Bedienung der Software beschäftigen. Goldwave reicht für meine Begriffe völlig aus.

Die Sprecher müssen dazu nicht alle gleichzeitig zu den Aufnahmen kommen, sondern der Reihe nach. Im Grunde kann sich jeder Sprecher allein aufnehmen. Am Schluss mischt man sie zusammen und es entsteht der Eindruck, sie würden miteinander sprechen.

Ein praktischer Tipp dazu: Es ist sinnvoll, im Drehbuch alle Zeilen durchgängig zu nummerieren und die einzelnen Aufnahmen entsprechend ihrer Zeile zu benennen. Also “1532.wav” gefolgt von “1533.wav” und so weiter. So behält man den Überblick, wenn man am Schluß hunderte Aufnahme-Schnippsel hat.
Im Prozess des Schneidens und Mischens empfiehlt es sich, mehrere Backups zu machen, insbesondere von den einzelnen Arbeitsschritten: Nur Schnipsel, zusammengefügte Dialoge, mit Geräuschen, mit Musik.

Und morgen komme ich dann endlich zu den richtigen Ergebnissen.

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