Blogparade: Stress im Beruf.

Blogparade: Stress im Beruf.

28. Mai 2016 10 Von Jan-Martin Klinge

Herr Mess ruft zu einer Blogparade (= thematische Aufsätze) zum Thema „Stress im Beruf“ auf. Ausgehend von zwei Leitfragen aus dem #EDchatDE geht es um:

  • Welche Situationen im Schulalltag empfindest du persönlich als belastend?
  • Welche Strategien hast du dir zurecht gelegt, um mit derartigen Situationen zurecht zu kommen?

Obwohl ich Blogparaden sehr mag, tue ich mich mit diesem Thema eher schwer. Denn tatsächlich empfinde ich im Grunde keinen Stress, aber ich möchte auch kein falsches Bild vermitteln.

Ich habe mich mit Kollegen auf einen Kaffee getroffen und darüber gesprochen. Wie empfinden sie das? Wo habe ich womöglich blinde Flecken?

Uns ist allen zu eigen, dass wir intensiv miteinander kooperieren. Wir erleben den Beruf als Berufung. Die Arbeit mit Eltern und Kindern ist eine Freude, unsere Schule und Kollegium erleben wir als Geschenk. Wir inspirieren uns, fordern uns heraus und experimentieren, forschen, erleben Unterricht. Konkurrenzdenken ist uns fremd.

Pulsschlag an einem normalen Schultag.

Bei mir persönlich kommt noch mehr dazu.

Aus Gründen genieße ich jeden Tag. Ich tue ganz viel, wozu ich Lust habe und ganz wenig, wozu ich keine Lust habe. Dinge, die mich belasten beende ich. Ich umgebe mich mit Menschen, die ich mag und die mich mögen. Ich versuche, positiv zu denken und positiv zu sprechen. Meine Töchter sind mein ganzes Glück. Ich bin dankbar und genügsam. Ich blicke nach vorne und nur selten zurück. Meine Lebenszeit ist mir heilig.

Nicht, dass jetzt ein falsches Bild von mir entsteht: Ich bin oft genug ein schlechter Lehrer/Vater/Ehemann/Freund, aber lasse mich davon nicht zu sehr beeinflussen. Ich mache zahlreiche Fehler und bedaure viele Dinge in meinem Leben zutiefst.

Aber jetzt und heute und hier sein zu dürfen: Das feiere ich. Und es gibt für mich keinen Grund, gestresst zu sein.