Fortbildung. Mafia. Renovierung.

Fortbildung. Mafia. Renovierung.

Nach einem vollen Schultag bin ich heute noch im Berufskolleg gewesen. Ich wurde eingeladen, zum Fachtag „Bildung in der digitalen Welt“ ein Seminar zu halten. Solche Anfragen empfinde ich immer auch ein wenig als Ehrung – wer bin ich kleiner Dorflehrer schon. Aber Spaß hat es gemacht, alte Weggefährten und Kollegen getroffen und nett geplauscht. Die Rückmeldung der Teilnehmer war recht positiv – aber vielleicht auch nur höflich. Gerade zurückgekommen reicht meine Energie nur noch zum packen meiner Tasche und dem Schreiben dieses Artikels (aus dokumentarischen Gründen).

Außerdem spannend: Ein Verlag hat uns angeschrieben mit der Frage, ob man nicht mal einen Kaffee trinken wolle und ob wir unsere Bücher nicht viel lieber bei ihnen publizieren wollten. Hui! Morgen ist es soweit und wir treffen uns bei mir auf der Terrasse. In meiner Vorstellung kommen die Leute mit einer langen Limousine, dunklen Anzügen und Sonnenbrillen und dann wird mir ein unmoralisches Angebot gemacht und wenn ich das nicht annehme, wird sich „die Familie um die Angelegenheit kümmern“. Ganz Pate-mäßig.
In Wirklichkeit wird es vermutlich völlig unspektakulär – aber aufgeregt bin ich dann doch. Eine Zukunft im Verlagswesen könnte ich mir durchaus vorstellen.

Morgen Abend weiß ich mehr – oder schwebe mit Betonstiefeln am Grund meines eigenen Pools.
Der wurde am Wochenende mal wieder gestrichen. Etwas frustrierend und auch nicht ganz billig. Die Farbe soll 14 Tage trocknen und auch nicht bei Temperaturen unter 10°C. Also.. hallooo? Solche Bedingungen gibt es hier im Siegerland alle paar Jahre mal im Juli – aber dann will ich ihn doch schon benutzen.

Die restliche Woche stehen noch jede Menge Notenkonferenzen an, bevor dann nächste Woche Elternsprechtag – der letzte mit meiner Klasse – ansteht.

4 Replies to “Fortbildung. Mafia. Renovierung.”

  1. Da drücke ich doch auf jeden Fall die Daumen, dass das mit dem Verlag etwas wird – so dass man an die Bücher in Zukunft auch herankommt, ohne sie über Amazon bestellen zu müssen.

    Vielleicht an dieser Stelle nochmals eine kleine Anekdote, warum ich als Verantwortlicher für Anschaffungen ein kleines Problem mit Amazon habe: Die Stadt, in der sich meine Schule befindet, erlaubt uns lediglich, Bestellungen auf Rechnung zu kaufen. Aus irgendeinem Grund kann man als Privatperson bei amazon zwar auf Rechnung bestellen, aber nicht als Firma oder Instituation. An Bücher, die es nur bei amazon gibt, komme ich mittlerweile also von der Schule aus gar nicht mehr heran.

  2. Wie lief es denn mit dem Verlag? Ich habe sechs Jahre in einem der großen Verlagshäuser als Redakteurin gearbeitet. Falls Du Fragen zur „Innenansicht“ hast – nur zu! Die Verlage verdienen oft gutes Geld mit dem, was Lehrer aus Enthusiasmus erstellen. Als Autor solltest du dich nicht zu klein zu machen. Bei Vertragsverhandlungen ist oft Luft nach oben, was zum Beispiel die Zahl der Freiexemplare angeht. Viel Erfolg!

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