Zu Beginn der Corona-Krise habe ich aus einer Laune heraus prophezeit, dass es nach Wochen der Ausgangssperren und geschlossenen Geschäfte wohl zu einem Anstieg der Scheidungs- und Geburtenrate kommen würde. Nun… scheiden lassen meine Frau und ich uns nicht.

Um der nahenden familiären Situationsveränderung gerecht zu werden, hatten wir uns überlegt, im Garten einen Spiel- und Kletterturm zu installieren und dazu verschiedene Webseiten abgeklopft. Oberflächlich betrachtet unterscheiden sich die Angebote zunächst einmal dadurch, dass man bei einigen Anbietern unbehandeltes Holz bekommt, das man gründlich streichen muss, damit es Wind und Wetter trotzt und bei anderen kesseldruckimprägniertes Holz, dass man streichen kann, wenn einem die Farbe nicht gefällt.
Kesseldruckimprägniert bedeutet, dass das Holz zur Behandlung zunächst in einem Vakuum gelagert wird, wodurch die Feuchtigkeit entweicht – wie bei einem Schwamm, der zusammengedrückt wird. Anschließend werden spezielle Holzschutzsalze unter hohem Druck in das Holz hineingepresst.

Als ich vor Jahren die Terrasse rund um meinen Swimmingpool gebaut habe, habe ich schon kesseldruckimprägniertes Holz benutzt und in all der Zeit mussten wir nicht eine einzige Diele ersetzen. Die gesamte Konstruktion ist jetzt fünf Jahre alt und sieht immer noch aus, wie am ersten Tag.

Die Tendenz geht also eindeutig Richtung „kesseldruckimprägniert“. Und während meine meine Frau, die Kinder und ich noch diskutierten, ob und welchen Turm genau wir uns in den Garten stellen wollten, erhielt ich eine Mail der Spielturmhersteller Wickey bzw. Fatmoose.

Die finden meine Do-it-yourself-Rubrik ganz wunderbar und zeigen sich insbesondere vom Hühnerhaus beeindruckt. Wie es scheint, sind sie der Meinung, dass meinem Garten ein ordentlicher Spielturm fehlen würde (ob für die Hühner oder die Kinder sei universal nutzbar!) und fragten mich, ob ich nicht einen ausprobieren wolle.

Was für eine Frage: Natürlich fehlt meinem Garten ein solcher Turm! Nicht nur wären meine beständig Corona-gelangweilten Kinder aus ihrer isolatorischen Haft entlassen, ich könnte dem Hund neue Kunststücke beibringen und einen richtigen PawPatrol Superhund aus ihm machen, der schaukeln kann und die Kletterstange emporhechtet.

Aber welcher soll es sein? Fatmoose bietet ungefähr eine Million Spieltürme mit Rutsche und Schaukel an.

Meine Töchter sind eine Mischung aus Prinzessin und Ronja Räubertochter: Vormittags die Fingernägel lackieren und Zöpfe flechten, nachmittags mit Pfeil und Bogen als Tauriel verkleidet durch den Wald streifen und Orks jagen.
Ein Stelzenhaus wie dieses könnte ich über die Sommerferien zu einer Hobbithöhle umbauen und die Schlacht der Fünf Heere (Ich, die Kinder, der Hund, die Hühner, der Hühnerhabicht) nachspielen, aber wieviel Zeit meine Töchter darinnen verbringen – da sind sie eher nicht der Typ für.

Am Ende wählen wir diesen Kletterturm. Die sportliche Betätigung, das Klettern und Hangeln ist genau das, was meine Kinder schon immer geliebt haben.

Heute ist das Paket angekommen: Morgen geht’s an den Aufbau. Die Sommerferien werden hier zumindest nicht langweilig. Und ich muss jetzt nur herausfinden, wie man das Gerüst zusammenbaut.

Disclaimer: Die Firma  Wickey bzw. Fatmose hat mir das das Klettergerüst für meinen Garten kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser Artikel ist keine Auftragsarbeit und ist aus freien Stücken geschrieben. Wie immer schreibe ich aus Freude und nicht um Geld zu verdienen.
Sollte jedoch ein mitlesener Autohändler der Meinung sein, in meiner Garage fehle ein ordentliches Auto (vielleicht eines, das keinen Regen einsammelt, dessen Schloss nicht ständig brachial aufgestemmt werden muss und dessen Motor nicht regelmäßig einfach ausgeht), dann bin ich bereit, auch dieses begeistert zu testen 😉