SG, § 2 – Erziehungsauftrag der Schule

Jetzt, wo es so kalt ist, erlebt der Pausensport “Heimlich ins Gebäude schleichen” einen neuen Boom.
Letzte Woche wurde es mir dann zu bunt und ich gab einer Gruppe Schülerinnen der Jahrgangsstufe 7, die ich zum zweiten Mal rauswarf eine Strafarbeit erzieherische Aufgabe:

Warum funktioniert das Zusammenleben an der Schule nur, wenn sich alle an die Regeln halten? (1,5 Seiten)

 

Die Ergebnisse sind… “faszinierend”. Und unterschiedlich. Mit Erlaubnis der Schüler darf ich zwei ganz unterschiedliche Aufsätze hier veröffentlichen. Rechtschreibfehler sind übernommen.

Aufsatz 1 (bitte beachten, wie viel Text dem eigentlichen Thema gewidmet wird)

Es kann nicht funktionieren, weil Schüler dann alles machen würden was sie wollen. Sie würden rauchen und Schüler in der 5. Klasse dazu villeicht anstiften. Ich finde es dumm, das Lehrer bei so einer Kälte rein dürfen, doch Schüler nicht. Schüler sollen sich dick anziehen, trotzdem, dann können ja alle Lehrer sich dick anziehen und auch raus gehen. Im Sommer ist das ja okay, da ist es auch warm, aber was sollen wir denn machen wenn es noch kälter wird. Andere Regeln kann man ja noch akzeptieren, aber bei so einer Kälte da ist das echt nicht mehr normal! Ich bitte sie um Entschuldigung, aber sie müssen es auch verstehen können. Es war falsch das wir, dann nochmal rein gingen, doch es war kalt.
Ich finde es auch total bescheuert das wir den Ärger bekommen haben und die anderen, die nicht bei ihnen haben kein Ärger bekommen b.z.w. kein AUfsatz schreiben müssen. Das ist unfair, dann geben sie anderen auch so Aufgaben zum schreiben oder geben sie anderen Hofdienst oder so. Außerdem waren es -7°C draußen und es ist unverantwortlich Schüler draußen stehen zu lassen.

Aufsatz 2

Es funktioniert nur mit Regeln, weil sonst ein sehr großes Chaos in der Schule herschen würde. Alle würden nur noch das tuen wozu sie lust hätten. Viele würden überhaupt keine Hausaufgabe mehr machen oder erst gar nicht in die Schule kommen. Die Lehrer würden sich wohl auch ziemlich aufregen da die Kinder dann Kaugummikauend, essend und schlagend im Unterricht sitzen (liegen, schlafen?) würden. Keiner könnte einem anderen mehr vertrauen… und keiner würde später wenigstens einen halbwegs guten normalen guten Job bekommen.
Wahrscheinlich wüsste man noch nicht einmal wie viel 8×9 sind. Und dadurch das es keine Regeln gäbe wären die Gebäude höchstwahrscheinlich von Menschenmassen überfüllt und so ziemlich alles wäre kaputt (Heizung, Fenster, Türen u.s.w) und bedreckt.
Da keiner im Herbst oder Winter in der Kälte stehen möchte. Mit sicherheit gäbe es auch mehr verletzte als Schüler an der Schule, da die Mofa fahrer quer durch den ganzen Schulhof fahren, die Raucher immer rauchen und die Fußballspieler die Scheiben zertrümmern würden. (Die Scherben könnten Leute die unter und in dem Gebäude stehen treffen) Außerdem wäre die Hauswirtschaftsküche evtl. in die Luft total verdreckt so dass die Putzfrauen evtl. bei diesem dreck streiken und nicht mehr putzen. Möglicherweiße wäre außerdem der Chemie b.z.w der Physikraum in die Luft gesprengt worden, weil ürgendwer (sic!) während des erklärens des vorgangs geschlafen hat und somit nicht wusste was er tun sollte und deshalb einfach ürgend (sic!) etwas zusammen gemixt hat.
Nach ein paar Wochen würde diese Schule wahrscheinlich sowieso geschlossen werden da sie ein gefahr für die Schüler und Lehrer darstellt, weil die Lehrer alle durchdrehen und somit kündigen oder weil einfach keiner mehr zur Schule komt da es ja die Regel der Schulpflichtigkeit nicht gibt. Da die Lehrer und der Hausmeister ab da Arbeitslos sind und so mit die meisten anspruch auf Hartz IV nehmen müssen werden entweder mehr Arbeitsplätze geschaffen oder sie bleiben einfach Arbeitslos. In beiden fällen muss die Stadt durch Steuern die dadurch bestimmt erhöht werden zahlen. DOch einen Vorteil hat das ganze, weniger Stromkosten.

P.S. Das ist alles etwas übertrieben glaub ich.

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2 Responses to SG, § 2 – Erziehungsauftrag der Schule

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