Demut

6. Juli 2010 7 Von Jan-Martin Klinge

Als computerkundigem, jungen Kollegen wurde mir die Ehre zuteil, das Programm für die Abschlussfeier der Klasse 10 zu Papier bringen zu dürfen. Anhand einer handgeschriebenen Vorlage tat ich also mein Bestes.
Gestern nun bat mich ein Schüler darum, ihm das Programm zukommen zu lassen. “Ich muss wissen, ob ich für die Technik noch irgend etwas vorbereiten muss.”

“Alles klar”, erwiderte ich, “ich schicke es dir per Mail zu. Schau dann doch bei Gelegenheit nochmal drüber, ob ich irgendwelche Namen falsch geschrieben habe oder sowas.”

Er versprach es.

Und hielt Wort.

Nachmittags dann erhielt ich eine jener großartigen Antworten, die man nur ganz, ganz selten erhält. Dezidiert führt der Schüler systematisch einen Fehler nach dem nächsten auf. Ich fühle mich wie ein Trottel.

Unbenannt

Besonders gelungen ist die Pointe am Schluß: “Mehr ist mir eigentlich nicht aufgefallen”. Smile

Na, herzlichen Dank. Das sollten schließlich genug Fehler für sechs Mails sein… Winking smile
Aber es ist sehr sympathisch, dass über dieses Desaster so eloquent hinweg gegangen wird. Gutes Benehmen weiß ich zu schätzen.