Dokumentenkamera im Unterricht (selbst bauen und einsetzen)

Dokumentenkamera im Unterricht (selbst bauen und einsetzen)

16. April 2016 9 Von Jan-Martin Klinge

Erwähnte ich schon, dass ich wirklich großartige Kollegen habe? Wir inspirieren uns, feuern uns gegenseitig an, ermuntern uns und spielen/entdecken/kreieren immer wieder aufs Neue. Ich liebe diesen Beruf!

Das Smartphone ersetzt als Schweizer Taschenmesser mittlerweile unzählige andere Geräte. Kamera? MP3-Player? Zeitung? Notizblock? Taschenkalender? Adressbuch?

Ein Mathematikkollege hat in seiner Freizeit eine Vorrichtung gebaut, um das Smartphone als Dokumentenkamera zu nutzen. Dazu hat er aus dünnem, aber stabilen Blech folgende Flächen ausgeschnitten und über Nieten und kleine Scharniere miteinander verbunden (s. Bild) (Die 1-€-Münze liegt zum Größenvergleich daneben):

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Zusammengeklappt lässt sich ein Smartphone oben auflegen. Das Konstrukt ist stabil, leicht und platzsparend.

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Mit Hilfe einiger Magnete kann man das System noch ergänzen – dann sitzt das Handy rutschsicher. Jetzt muss man nur noch das Handy via Adapter (bei Amazon erhältlich) mit einem Beamer verbinden und die Kamera starten. Fertig.

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Anwendungsgebiete sind natürlich Schüleraufschriebe. Das System ersetzt Folie und OHP bzw. Tafel. Nach der Bearbeitung der Aufgabe können die Schüler ihre Hefte unter das Handy legen und alle können sehen, wer was gemacht hat. Hat zudem noch den Vorteil, dass zum “auf die Folie schreiben” nicht immer die gleichen Schüler ausgewählt werden. Rein- und rauszoomen für die Leute in der letzten Reihe, Fotos an Fehlende schicken – alles kein Problem.

Da bei uns die Beamer in jedem Raum festinstalliert hängen, lässt sich so mit recht wenig Aufwand ein intelligentes System erstellen.

Dokumentenkamerahalterung