„Physik für Mädchen.“

„Herr Klinge…“, genervt sieht mich Isabel an, „Ihre Aufgaben sind soooo… hach…!“ Sie sieht mich an, als müsste ich auch ohne Worte verstehen.

Ich setze mich zu ihr. Eigentlich finde ich meine Filmlerntheke ganz knorke. Aber ich will, dass meine Schüler stets frei Kritik äußern dürfen. Also setze ich mich an ihren Tisch und höre zu. „Ach, die Filme sind so… Jungs-Filme alle. Oder es geht um Weltraum. Wo ist denn was für Frauen?“ 

„Hm. Physikalisches berechnen lässt sich nur, wenn etwas passiert  und… nunja… in romantischen Komödien passiert irgendwie nichts“, entgegne ich. Und nachdem ich böse Blicke ernte, „Physikalisch betrachtet, meine ich!“

Wir sprechen über Alternativen. Ob ihnen klassische Experimente lieber wären? Oder welche Filme sie mir den vorschlügen. Ein gutes Gespräch, denn den Schülerinnen wird klar, dass es keine einfache Lösung gibt. Am Ende nötigen sie mir ein Versprechen ab:

  1.  Die Erweiterung der Lerntheke um eine Fragestellung aus Grey’s Anatomy.
  2. Die Erweiterung der Lerntheke um eine Aufgabe aus „Die Eiskönigin

Bitteschön.

 

Dahinter steckt auch: Wertschätzung für meine Schülerinnen und Schüler. Begeisterung für mein Fach. Liebe zum Beruf.

[Schule im Schaubild]

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6 Gedanken zu “„Physik für Mädchen.“”