Blogartikel über die eigenen Zugriffszahlen, Einnahmen und Downloads empfinde ich immer als schief: Über Geld spricht man nicht. Und Seitenaufrufe sind das Geld des Internet. Aber ehrlicherweise lese ich solche Statistiken bei anderen gerne. Es hilft bei der eigenen Orientierung: Ist da noch mehr möglich oder bin ich am Ende der Fahnenstange angekommen? Wie hat sich mein Facebook-Exit ausgewirkt? Gibt es Entwicklungen im Vergleich zu den Vorjahren? Und tatsächlich hat mich das ein oder andere Detail überrascht.

Spaß mit Excel

Im vergangenen Jahr habe ich mich intensiv mit Excel auseinandergesetzt. Im Rahmen unserer Schulentwicklung mit offenen Lernbüros muss nachgehalten werden, wann welcher Schüler in welchem Lernbüro bei welchem Lehrer ist. Seit Sommer sind dort über 33.000 Lernbürostunden durchgeführt und protokolliert worden.
Schon nicht ganz doof und Grund genug, den gleichen Zauber ein wenig auf mein Blog anzuwenden und mich durch die Statistik des vergangenen Jahres zu wühlen.

Einnahmen und Ausgaben: Statistik zum Halbtagsblog 2021 1

(Ende Januar erzähle ich auf der Online-Fortbildungsplattform „LearnED“ mehr darüber. Die kostenfreie Anmeldung startet ab demnächst hier.)

Die Zugriffszahlen

Die Seitenaufrufe für dieses Blog sind gemessen an der Nische „Schulleitung“ und „Schulentwicklung“ mit einer Prise „Anekdoten“ seit Jahren einigermaßen stabil. Im vergangenen Jahr ist die Zahl rückläufig gewesen, was mich etwas ratlos zurücklässt.

Einnahmen und Ausgaben: Statistik zum Halbtagsblog 2021 2

Im Sommer gab es ein großes Google Suchmaschinen-Update und das hat bei vielen Webseiten zu einer Neubewertung und einem Einbruch der Besucherzahlen geführt. Auf der anderen Seite habe ich mir das ganze Jahr über erstmals Mühe gegeben, Bilder zu beschriften, Überschriften zu verwenden und die Artikel ordentlicher zu taggen. Dinge also, die Google eigentlich gut finden sollte.

Vielleicht gilt einfach: Mehr als diese 400.000 bis 500.000 Seitenaufrufe jährlich sind für meine Nische nicht drin. Zum Vergleich: Familienblogs wie dieser hier kommen auf das sechsfache.

Außerdem interessant: 53.000 mal kam jemand von Twitter auf dieses Blog, die 2700 Besucher*innen von Facebook sind dagegen zu vernachlässigen. Im letzten Quartal kamen von Facebook nur 47 Besucher*innen.
Das ist relevant, weil ich im März meinen Facebook-Account gelöscht habe. Damit verzichte ich also auf etwa 10.000 Aufrufe je Jahr. Schade. Aber ein Zurück gibt es nicht.

Überhaupt, Twitter!
Segen und Fluch zugleich. Eine gigantische Reichweite, leicht zu konsumierende Texte aber auch oft genug pure Ablenkung.

Einnahmen und Ausgaben: Statistik zum Halbtagsblog 2021 3

Ohne, dass ich es wollte, bin ich in den letzten Monaten in den Bereich Medizin und Politik gerutscht und versuche gerade mühsam, mich davon wieder freizustrampeln. Der Nutzen ist für mich gering, das Ablenkungs- und Aufregungspotenzial dagegen sehr hoch. Demnächst wieder mehr Fokus auf schöne Unterrichtsprojekte.

Die Anzahl der Artikel pro Monat überrascht mich

Mit dem Aufstieg von Twitter habe ich meinen Blog als etwas vernachlässigt empfunden. Kommentare sind im Blog echte Seltenheit (und wenn, dann vor allem um das iPhone zu verteidigen) geworden. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, das Ende der Lebensspanne dieses Blogs erreicht zu haben. Macht ja nix, habe ich gedacht, ist eben alles gesagt worden.

Aber Pustekuchen.

Einnahmen und Ausgaben: Statistik zum Halbtagsblog 2021 4

Tatsächlich ist die Anzahl der Artikel pro Monat seit Jahren erstaunlich konstant. Kein Monat, indem das Blog mal wirklich brach lag. Das erstaunt mich sehr.

Amazon Affiliate Links

Finanziert wird die Seite über das Amazon Affiliates Programm: Klickt man auf einen der Links um bspw. eines meiner Bücher zu kaufen, zahlt Amazon mir einige Cent Provision dafür, ohne, dass davon irgendwas für den Käufer bemerkbar wird.

Einnahmen und Ausgaben: Statistik zum Halbtagsblog 2021 5

Vor Steuern belaufen sich die Affiliates-Einnahmen wie schon im letzten Jahr auf durchschnittlich 50 € im Monat, also etwa 1,70 € am Tag. Nach Steuern bleiben davon dann etwa 1,15 € am Tag übrig. Diese Rate könnte ich vermutlich in die Höhe treiben, wenn ich Werbung in meine Artikel einbauen würde – aber auch hier stellt sich die Frage nach Kosten und Nutzen. Die Frage „wie sehr nervt mich selbst Werbung im Internet?“ beantwortet das.

Im vergangenen Jahr wurde ich das ein oder andere Mal gefragt, ob ich nicht Produkte testen (und ggfs. behalten) wollte. Business Notebooks oder Lehrertaschen. Ich schrieb darüber. Ist nicht so meins. Wenn ich hier über Gadgets oder Projekte schreibe, dann nur, weil sie mich wirklich neugierig machen (wie z.B. das Surface Studio).

Ich kann also (immer noch) nicht von diesem Blog leben. Das ist schade, aber nicht sehr. Auf geht es also ins neue Jahr, bei dem jetzt schon viele aufregende Projekte warten.

  • [dieser Inhalt wurde entfernt, um neugierig zu machen]
  • [dieser Inhalt wurde entfernt, weil er zu krass ist und Leser*innen verstören könnte]
  • [dieser Inhalt wurde entfernt, weil Clickbaiting unlauter ist]
  • [dieser Inhalt wurde entfernt, weil hier auch Kinder mitlesen!]
  • dieses Jahr lassen wir die Hühner gezielt brüten und ziehen hoffentlich ein paar Küken groß

Na? Klingt das nicht großartig?

Mein MontBlanc-Füller ist gezückt und ich schaue optimistisch in das (hoffentlich letzte) Corona-Jahr. Vielen Dank für treues Lesen bis zum Schluss 🙂