Physik fürs Leben

2013-03-22 12.21.22Zwischen den Jahren rief mich meine Frau auf dem Handy an. Sie wäre irgendwo in der Wallachai über einen Nagel gefahren und stünde jetzt mit einem Platten auf einem Parkplatz. Ich solle mir bitte etwas einfallen lassen.

Von solchen Situationen ist man bin ich im ersten Moment überfordert. Ja, was macht man denn nun? Den ADAC rufen? Die Polizei? Meine Schwiegermutter?
Letzten Endes habe ich einen Sommerreifen eingepackt und mich auf den Weg gemacht. Auf dem Parkplatz den Reifen gewechselt und dann in die Werkstatt gefahren. Eigentlich gar nicht so schwer.

Aber wie alles im Leben, muss man es mal gemacht haben, um darüber Bescheid zu wissen. Also

erzählte ich meinem Physikkurs diese Geschichte und – genau wie ich – hatten die wenigsten je einen Reifen gewechselt. Thematisch passte das ganz gut zum Drehmoment, so dass ich mir kurz vor Ostern von meinem Kurs die Sommerreifen aufziehen lies. Freundlicherweise stellte ein Schüler seinen Wagen ebenso zu Verfügung.

Natürlich durfte ich mir Spott anhören, wie ich meine Schüler nur so ausnützen könnte. Tatsächlich aber glaube ich, dass in einigen Jahren das allermeiste aus dem Physikunterricht vergessen worden ist. Aber: Wie man einen Reifen wechselt, dass wissen nun alle. Und wo lernt man so etwas sonst?

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(Natürlich werde ich – ganz im Sinne des Spiralcurriculums – diese Einheit wiederholen. Der Oktober böte sich doch an, oder? 😉 )

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