#1: Jemand schrieb etwas nieder.

Klasse 13. Deutsch Grundkurs.
Es geht um Hiob. Jene tragische Gestalt aus der Bibel, die zunächst ein gesegnetes Leben führt und dann entsetzliches Unheil erlebt.
In einer Klausur bewertet ein Schüler das Ende der Geschichte:

Dass Gott Hiob schließlich wieder Kinder schenkt, ist kein Trost. Denn wer will schon geschenkte Kinder? Die eigenen sind doch unersetzlich!!

Skurril.

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#2: Flut

Wie angekündigt, will ich heute über die Flut sprechen. Nicht, weil es eventuell zu dem gleichnamigen Blockbuster passt, der bald ins Kino kommt. Sondern weil unsere Ahnen es taten. Die Sumerer erzählten Hochwassergeschichten. Die Mesopotamier berichteten von der Flut. Und die Babylonier. Geschichten über Wasser und seine zerstörerische Kraft, Dörfer, Städte und ganze Landstriche zu verwüsten waren in der antiken Welt nicht unüblich.

Es gab sogar Geschichten über Menschen, die Boote bauten, um die Fluten zu überleben.

In all diesen Flutgeschichten ist … weiter

#3: Fisch

…In seinen Tagen kam Pul, der König von Assur, in das Land…

…zog Tiglat-Pileser, der König von Assur, heran… und verschleppte ihre Bewohner…

…zog Salmanassar, der König von Assur, gegen Samaria und belagerte es…

aus 2. Könige 15 und 18

Angegriffen.

Verschleppt.

Belagert.

Die Assyrer waren niederträchtig. Schreckliche, gewalttätige, aggressive Leute, die das Leben für die Israeliten zur Hölle gemacht haben. Jahr um Jahr um Jahr.

Nicht, dass … weiter

#6: Sohn

Und Gott sprach: „Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst-Isaac-und ziehe hin in das Land Morija. Opfere ihn dort…“

Genesis 22.

Diese Passage ist vielleicht das Paradebeispiel für jene Art Erzählung, die Menschen aus der Bibel ziehen um zu fragen, was eine Geschichte über einen Mann namens Abraham und seinen Sohn uns heute wohl noch sagen soll. Oder, um etwas genauer zu sein: Welche Art Gott würde einen Mann auffordern, seinen Sohn zu opfern?

Als Richard Dawkins vor einigen Jahren sein … weiter

#7: Das revolutionäre Buch ‘Leviticus’

Ist Leviticus nicht eigentlich das Paradebeispiel dafür, warum das Alte Testament so ein archaisches und überholtes Buch ist? Wer (mit halbwegs funktionierendem Verstand) würde ‘Leviticus’ und ‘revolutionär’ in einen Satz packen?

Also, wohlauf denn.

Leviticus beginnt mit umfangreichen (um ehrlich zu sein: langweiligen) Anweisungen wie man verschiedene Opfer darbringt: das Brandopfer, das Speiseopfer, das Dankopfer, das Sühneopfer und das Schuldopfer. Brand? Sühne? Schuld? Klingt nach einer Party, hm?

Und um das noch auf die Spitze zu treiben, folgen Vers um Vers … weiter

#8: Steinewerfer

Steinewerfer

Wir haben bisher einen Blick auf einige alte hebräische Schriften geworfen, die das ein oder andere Ereignis womöglich in neuem Licht erscheinen lassen. Heute wollen wir mal einen Blick in die Evangelien werfen, in eine Geschichte über Jesus und suchen dann nach dem roten Faden, der all das miteinander verbindet.

Also: Steinewerfer.
Eine Frau wird inflagranti bei einem Liebhaber erwischt und die Religionspolizei (was ein entsetzliches Wort) bringt sie (aber nicht ihren Kerl) in den Tempel und klagt sie an. … weiter

#9: Adam & Eva

Adam und Eva

Im Physikunterricht spreche ich jedes Jahr aufs Neue über die Entstehung unseres Sonnensystems. Ich erzähle davon, dass die Sonne vor allem aus (den leichten und kleinen Atomen) Wasserstoff und Helium bestünde und dass alle schweren und großen Elemente um uns herum (wie Sauerstoff und Kohlenstoff und die Tafel vorne und die Kreide und meine Ohrläppchen und überhaupt alles) aus dem Inneren einer explodierten, alten Sonne entstammten. Eine Supernova sei so etwas wie ein Backofen für Elemente. Dort verbacken die leichten Elemente … weiter

#10: Die Macht eines Gedichts

Bis hierher haben wir uns ein paar Erzählungen aus der Bibel angesehen, den Kontext betrachtet und die Einbettung in die Geschichte und wie die Welt seinerzeit aussah und das viele dieser Geschichten nur oberflächlich betrachtet voneinander unabhängige Erzählungen sind.
Es gibt einen roten Faden.
Als nächstes dann wollen wir diesen roten Faden tiefer ergründen und schauen, wie er mit der menschlichen Entwicklung verwoben ist.

In einem Artikel erwähnte ich einmal, dass die Bibel mit einem Gedicht beginnen würde (der Artikel ist lang, … weiter

#11: Wie kam sie zu uns?

Ein kurzes Zwischenfazit.

Über einen langen Zeitraum hinweg schrieben Menschen Dinge auf. Vieles von dem, was sie niederschrieben, waren mündlich überlieferte, seit einiger Zeit tradierte Geschichten. Was dann letztlich aufgeschrieben wurde, war buntgefächert: Von Lyrik und Gedichten über Ahnentafeln und Erzählungen hin zu den Evangelien und Texten über die Apokalypse und zahlreichen Briefen.

Die Menschen, die dies aufschrieben hatten Wertvorstellungen, Ansichten, Perspektiven und offensichtliche Punkte, die sie ansprechen wollten.
Wenn wir die kleinen Propheten (Hosea, Micha etc.) studieren, dann können wir die … weiter