Hühnerhaus #5: Familienkrise

Hühnerhaus #5: Familienkrise

In meinem, an dummen Entscheidungen sicher nicht armen Leben, war der Bau dieses speziellen Hühnerhauses ein herausragend dämliches Vorhaben.
Das Dach gebogen? Oh super! Alle Wände schief? Prima! Ein Dach zum Aufklappen? Wo ist das Problem! Es ist ja nicht so, als hätten mir nicht alle meine Freunde vorausgesagt, was für ein Aufwand das würde. Ich habe immer gehofft, ich würde irgendwann so einer dieser klugen, weisen Altvorderen werden, die alles wissen (oder zumindest den Eindruck erwecken). Statt dessen bin ich immer noch wie ein Clown, der mit kindlicher Begeisterung und einem Luftballon in der Hand die dämlichsten Projekte startet.

Heute nachmittag standen meine Töchter, Hand in Hand wie zwei an der Autobahnraststätte ausgesetzte Hunde vor mir, glitzernde, tränennasse Augen. “Sag mal, Papa, du bist ständig hier draußen. Wir wollten doch gemeinsam aus Decken eine Höhle bauen, aber ohne dich… Papa? Hast du die Hühner lieber als uns?”

Das war eine dämliche Idee.
Und, damit ja keine Missverständnisse aufkommen: Das war eine saudämliche Idee!

IMG_20160727_154257Aber: Es sieht großartig aus. Das schwarze, mit Pech bestrichene Dach gibt einen ersten Hinweis auf das spätere Design. Insbesondere auf das Streichen im Vintage-Look freue ich mich.

 

In den letzten Jahren habe ich mich in den Ferien so sehr gelangweilt, dass mein kreatives Hirn schnell mit Unterrichtsplanung begonnen hat. Dieses Jahr komme ich leider kaum dazu – und das nervt mich sehr. Schon drei Wochen Sommerferien rum und noch keine Stunde Unterricht vorbereitet – das erzeugt Stress in mir und Stress ist schlecht. (Ich möchte auch gar nicht, dass es anders ist: Ich bereite sehr gerne Unterricht vor, liebe die Planung und.. okay: Auch das Starten von neuen, verrückten (aber großartigen) Projekten mit meinen Klassen.)

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