Liebe. Sonntag.

Meine Frau erwähnte neulich in einer Predigt die Geschichte eines achtjährigen Jungen, dessen jüngere Schwester Leukämie hatte. Man sagte ihm, dass seine Schwester ohne eine Bluttransfusion sterben würde und seine Eltern fragten ihn, ob sie sein Blut testen dürften, um zu sehen, ob es mit ihrem Blut kompatibel sei.

Er willigte ein.

Sie ließen sein Blut testen und es passte. Dann fragten sie ihn, ob er seiner Schwester sein Blut spenden würde, da dies die einzige Überlebenschance für sie wäre. Er sagte, dass er darüber … weiter

Geburtstagsgeschenke – oder: Was kostet die Liebe?

Ich habe eine Tante, die zu jener Sorte Tante gehört, die man eigentlich nur aus Rosamunde Pilcher Romanen kennt:
Als ich 14 war flog sie mit mir und meiner kleinen Schwester für eine Woche nach Schottland. Im Jahr darauf mit meinen Brüdern nach Irland. Inzwischen stehen auch Reisen nach New York und Skiurlaube in Österreich auf der Liste. Dazu jedes Jahr unfassbar kreativ gestaltete Geburtstags- und Weihnachtskarten.

Wir haben einige Male versucht, ihr etwas zu schenken.
Nun hat meine Tante leider schon alles. … weiter

Knochenmarkspender werden

Es gibt Themen, die finde ich wichtig – aber ich bin zu träge, als dass ich mich ernsthaft damit auseinandersetzen möchte.

Knochenmarkspender zu werden ist so ein Thema.

Alle paar Monate wieder erhalte ich eine E-Mail in welcher “der kleine Benny (6)” um sein Überleben kämpft und nur wenn man die Mail an alle seine Freunde weiterschickt, gibt es…

Betroffenheit und Ärger über diesen Spam halten sich in etwa in Waage.

“Ja, ich wollte mich schon immer da typisieren lassen. Ja, ich finde, dass das … weiter

Wie sagen Erwachsene?

Im Frühjahr 2008 war meine Tochter Carolina gerade zwei Jahre alt und ich versuchte ihr zu dem Zeitpunkt gutes Benehmen beizubringen. „Bitte“, „Danke“ und so weiter, weil ich das für wertzuschätzende Tugenden halte.

Eines Abends sprach sie mich an und wollte etwas zu trinken.

„Trinken“ sagte sie.

Und ich entgegnete: „Wie sagen Erwachsene dazu?“.

Und man konnte den genervten Unterton in der Stimme nicht überhören, als sie ein enttäuschtes Gesicht machte und mir erwiderte: „Später…“.

Wann bin ich so geworden? Das meine Tochter „später“ als … weiter

Liebe verletzt

Ein unglaublich intensives, lustiges, ernstes, tiefsinniges und spirituelles Gemeinewochenende ging für mich mit einem bunten Drogenrausch im Rettungswagen und dem Aufwachen in der Notaufnahme zu Ende.

Was war passiert?

Alle Taschen waren gepackt, ein letzter Gang ins Freizeitheim Nordhelle. Eine Freundin erlaubte sich einen Spaß und spritzte etwas Wasser auf mich. Ich wollte zurückweichen, stürzte unglücklich und kugelte mir zwei Finger der rechten Hand aus.

Kein schöner Anblick.

Aber eine gute Situation, um so etwas heil zu überstehen. Es ist … weiter