Spiderman-Physik

imageDieser Artikel beinhaltet Spoiler zu The Amazing Spiderman: Rise of Electro.

Ich will mich gar nicht lang damit aufhalten, für wie dämlich ich den letzten Spider-Man Film hielt. Weder kann ich die flotten Sprüche während des Films leiden, noch halte ich den ständig grinsenden Beach-Boy Andrew Garfield für eine glückliche Besetzung – das beständig Tragische des Helden kam bei Tobey Maguire einfach besser rüber. Von Tante May ganz zu schweigen.

Sei es drum. Eine Sequenz im ganzen Film jedoch hat mir gefallen – und zwar aus physikalischer Sicht:

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Lucy und die 10% Gehirnaktivität

Dieser Tage kommt ein Film ins Kino, bei dem es um den Mythos geht, wir würden nur 10% unseres Gehirnes nutzen. Scarlett Johansson kann durch eine Droge die vollen 100% nutzen und erfährt dadurch mächtige Fähigkeiten.

Bevor ich lang quatsche, erst mal der Trailer:

Bestimmt ein cooler Film.

Was steckt dahinter?

Der Mythos über diese 10% geht womöglich auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als der Psychologe Karl Lashley Ratten einige Tricks beibrachte und anschließend Teile ihrer Gehirne entfernte. Er fand heraus, dass er Teile der Großhirnrinde  zerstören konnte, ohne dass die Ratten die Tricks verlernten.

Zurück zu Scarlett Johannson.

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Obwohl das menschliche Gehirn nur rund 2% unserer Körpermasse ausmacht, verbraucht es bis zu 20% der Energie (Bei Klassenarbeiten bis zu 30%). 

Wenn nun – wie im Film angenommen – einem Menschen einer sexy Blondine plötzlich das zehnfache an Denkprozessen zur Verfügung stünden, dann bräuchte ihr Gehirn auch das zehnfache an Energie.

Woher kommt diese Energie?

Genau.

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Eigentlich müsste Lucy einen guten Teil des Films bei MacDonalds verbringen.

Ich bin gespannt.

Geiz ist geil. Aber schmerzhaft.

mein FußEs ist 2:45 Uhr und ich liege mit Schmerzen wach im Bett.

Beim Umbau des Hauses gestern bin ich umgeknickt. Die Art von Umknicken, bei der man das Krachen der Bänder, Splittern der Knochen und rythmische Pulsieren der abgerissenen Arterien im Fuß zu hören meint.

Ins Krankenhaus bin ich trotzdem nicht gefahren.

Wie viele Lehrer bin auch ich privat versichert – das ist etwas günstiger, bringt aber im Krankheitsfalle auch organisatorischen Ärger mit sich.
Bei (vielen) Beamten läuft das so ab: Ein Arzt erstellt mir eine Rechnung. Diese Rechnung wird zu 50% von der Krankenkasse bezahlt und zu 50% vom Land, Beihilfe nennt man das. Bevor das Land aber auch nur einen Cent bezahlt, greift eine Art Selbstbeteiligung (wie bei einem Autoschaden): Die ersten 300 Euro muss ich selbst bezahlen. Das ist sozusagen die Praxisgebühr für Privatpatienten. Die Krankenkasse umgekehrt lockt mich mit folgendem Angebot: Hört sie im ganzen Jahr nichts von mir, zahlt sie mir ein Viertel aller Beiträge zurück – das sind in meinem Fall über 600 Euro.

Nun beginnt eine Rechnerei: Ab wie viel Euro lohnt es sich, eine Arztrechnung weiterzuschicken?

Gestern Nachmittag waren die Schmerzen zumindest keine 600 Euro wert.

Heute Nacht sehe ich das anders.

Meine Geschwister drängen mich, in die Notaufnahme zu fahren und den Fuß röntgen zu lassen. Sicher sei sicher. Insgeheim stelle ich mir vor, die die Ärzte eine massive Knochenabsplitterung feststellen und sich fragen, wie ich da so Captain Cool sitzen könne, bei den Schmerzen.
Tatsächlich aber sieht man auf den Röntgenbildern gar nichts. “Mehr als eine Bänderdehnung ist nicht drin, Herr Klinge”, tröstet mich die Ärztin und meint eigentlich “Sie sind ein Waschlappen, Herr Klinge!”.

Immerhin:
Für den Physikunterricht gibt man mir meine Röntgenbilder mit. So kann ich zumindest im Unterricht noch einmal dramatisch meine unmenschlichen Höllenqualen ausbreiten. Vielleicht erhalte ich da ja mehr Mitleid. Zwinkerndes Smiley