Fortbildung: Erstellung von Unterrichtsmaterialien

LehrerfortbildungVor kurzem erhielt ich die Einladung zu einer Fortbildung Ende April. Es geht um die Erstellung von Material für das Fach NW (“Naturwissenschaft”). Solche Einladungen sind nichts besonderes – jeder Lehrer und jede Schule erhält Dutzende davon im Jahr. Diese Fortbildungen sind manchmal cool und manchmal… nunja, auf andere Lehrertypen zugeschnitten.

Da ich (wie üblich) von meinem eigenen Unterricht ganz begeistert bin, habe ich bei dieser Fortbildung gedacht, wie großartig mein selbst erstelltes NW-Workbook dazu passt. Also schrieb ich den Kollegen eine E-Mail, entschuldigte mich für die dreiste Einmischung – und hängte die Workbooks an.

Einige E-Mails später wurde ich herzlich eingeladen, doch bitteschön selbst an der Fortbildung teilzunehmen und – wenn möglich – auch ein bisschen was dazu zu erzählen. Also freue ich mich auf die Gelegenheit, im April etwas beisteuern zu können. Das wird bestimmt cool (und wenn nicht, dann ist es halt auf andere Lehrertypen zugeschnitten Zwinkerndes Smiley). Die Anmeldung erfolgt online hier – evtl. treffe ich ja den ein oder anderen Leser dieses Blogs dort.

Apropos großartiger Unterricht:
Eine liebe Kollegin kam letzte Woche auf mich zu, drückte ihren Unmut über ihre (und meine) Phantasielosigkeit im Unterricht aus und begann aus dem Stehgreif, eine Geometriemappe für das neue Thema “Dreieckskonstruktion” zu erstellen. Inhaltlich entspricht sie in großen Teilen der zugehörigen Lerntheke – der Aufbau ist allerdings geführter mit sehr viel Wert auf Sauberkeit und Ordnung (ich bin nicht so der große Hefte-Einsammler, da passt mir das hier ganz gut).

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Interessierten Kollegen schicke ich die Mappe gerne zu – sie ist aber auch an üblicher Stelle zu finden. Diesmal auch als veränderbare .pptx-Datei, damit ihr sie… öhm… “auf euren Lehrertypus anpassen” könnt. (Falls ihr das Workbook nicht cool findet, wie es ist..!?)

Schülerhirn im Unterricht (SiS)

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Vertretungsstunde in meiner eigenen Klasse. Die Jungs sind aufgedreht und unruhig. “Timo”, greife ich mir einen raus und plötzlich wird es ganz still, “du darfst jetzt entscheiden: Ihr könnt Handy spielen und quatschen und tun, was ihr wollt… für etwa 30 Sekunden. Danach endet meine Geduld und ihr bekommt eine Stillarbeit. Oder ihr werdet jetzt leise und wir schauen uns Christians Gehirn an.”

Timo zögert.

Gleichzeitig (!) lehnen sich die Banknachbarn von links und rechts zu ihm rüber und flüstern halblaut durch die Klasse: “Nimm die 30 Sekunden Handy! 30 Sekunden, Mann! Handy!!!”
Dabei grinsen sie mich wie Verrückte an.

Im Stillen beiße ich mir auf die Zunge um nicht loszulachen. Am Ende wird sich aber doch für die Alternative entschieden.

Einer meiner Schüler hat eine Untersuchung im MRT über sich ergehen lassen müssen. Schon vor Wochen hatte ich ihn gebeten, vom Krankenhaus die Bilder anzufordern und mitzubringen – damit könne man im Physikunterricht ganz wunderbar arbeiten.

Und das tun wir dann auch.
Während wir uns Scheibe für Scheibe durch den Kopf arbeiten, betrachten wir die verschiedenen Hirnareale, erläutern den Unterschied zwischen MRT und CT und schaffen die Verknüpfung zum aktuellen Physikthema (Elektrostatik – Mit einem geladenen Plastikstab kann man einen Wasserstrahl ablenken). Die Kinder berichten von Unfällen im Bekanntenkreis die mit Kopf oder Wirbelsäule zu tun haben und wir erinnern uns gemeinsam an das, was wir bei unserem Erste-Hilfe-Kurs gelernt haben.

Am Schluss haben wir versucht, die einzelnen Bereiche des Gehirns zu benennen, was mich zu einem neuen ‘Schule im Schaubild’ führt:

 

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