Röntgenbrille im Unterricht

imageWeil meine alte Brille mir unangenehme Kopfschmerzen verursachte, habe ich eine neue Brille bekommen – eine mit gelben Gläsern. Und bis auf Bono von U2 und Michael Fisher von Pocketnow.com gibt es wohl niemanden, der gelbe Gläser cool findet. Vielleicht noch Christian Spannagel, der sich als arbeitsloser Rocker oder langhaariger Bombenleger Professor für Mathematik gerade erst mit dem Thema “Erscheinungsbild eines Lehrers” auseinandergesetzt hat. Zum Leidwesen meiner Frau bereitet mir die Brille viel Freude und insbesondere meinem Kopf geht es deutlich besser.

Auch meine Schüler begegnen den gelben Gläsern mit Argwohn. “Herr Klinge…?”, fragt mich Lucia aus der Klasse 5. “Warum ist Ihre Brille so komisch?” Verschwörerisch blicke ich mich nach rechts und links um, bevor ich ihr und ihren Freundinnen zuraune: “Das ist eine Röntgenbrille! Damit kann ich direkt eure Knochen sehen!”
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Apps für den Unterricht (Folge 11)

  • Physik in der Schule (die eierlegende Wollmilchsau – Android)
    Eine großartige App, deren volles Potential ich noch gar nicht begriffen habe. Während man vor ein paar Jahren noch in den PC-Raum ging, um die Flash-Animation eines hüpfenden Balles zu zeigen (und bezeichnenderweise die Verlage in den Büchern heute CDs mit diesen Animationen zum installieren mitliefern…) hat diese Apps alle diese Animationen vereint. Und zwar.. wirklich alle. Einige kann man nur anschauen, bei anderen lässt sich etwas berechnen, wieder andere sind eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Berechnen der Normalkraft etc.etc.

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Fett wie ein Turnschuh

Ich muss mehr Sport machen.
Dezember_93 027Diese Erkenntnis ist nicht neu – aber wie alle guten Ideen brauchte auch diese einige Zeit Jahre, um zu reifen und schlußendlich ausgesprochen zu werden. Gerne würde ich wieder Fußball im Verein spielen – meine vielen Jahre beim SV Hörn als Libero sind mir in guter Erinnerung geblieben; zumindest besser, als mein eines Jahr beim belgischen RUA Plombière, wo ich auf Grund der Sprachprobleme nur mühsam verstand, welche Position ich überhaupt spielen soll…
Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Trotz brasilianischen Bluts in der Familie bin ich einfach zu schlecht.

Für ein Fitnessstudio reicht meine Motivation nicht. Ganz abgesehen davon, dass mir die Zeit für Besuche dort fehlen, sehe ich gar nicht ein, mit Hin- und Rückfahrt und pipapo jedesmal zwei Stunden opfern zu müssen. Vom vielen Geld ganz zu schweigen. Bleiben noch Fitness-Apps oder Sein-lassen.

Aktionstag: Saubere Schule

IMAG0827_ZOE014Wie an (fast) allen öffentlichen Einrichtungen ist auch bei uns der Zustand der Toiletten “suboptimal”. Bei knapp tausend Schülern hat man einfach immer ein paar Sonderfälle Idioten, denen es eine Freude ist, sich dort auszutoben.
Heute war an unserer Schule zu diesem Zweck ein Aktionstag. Und mit meiner Klasse habe ich etwas besonderes entworfen.

3. Quartal

Es geht wieder los. Und ich kann es kaum erwarten.

Die Ferien habe ich wahnsinnig genossen und im Urlaub insbesondere HTC Zoe™ lieben gelernt: Mein neues Handy macht eigenständig aus Fotos einen 30-Sekunden-Film, ohne, dass ich irgendwas selbst machen muss. Das Ergebnis ist wirklich sehenswert.
Ich kann mir vorstellen, dass ich mir solche Film-Schnipsel in dreißig Jahren eher ansehe, als die zehn Millionen Fotos, die man hier und da und dort macht. Abgesehen davon war es ein toller Urlaub. Ich liebe Holland. Allein die Sprache ist großartig.  (weiterlesen …)

Oops, I did it again! – Was mein Handy mit meinen Lerntheken gemein hat.

imageSeit gut einer Woche darf ich mit meiner neuen Geliebten herum-spielen: dem HTC One.
Meine Frau hat längst jeden Widerstand gegen dieses schwachsinnige Hobby aufgegeben und sucht ihren Spaß eher darin, mit meinem Bruder Wetten abzuschließen, wie lange es diesmal wohl bleibt.
Ewig. Zumindest ganz lang. Ich bin ganz sicher. Dies wird mein letztes Handy für eine sehr lange Zeit.

Neugierig habe ich seit Februar jeden Artikel, jeden Test- und Erfahrungsbericht gelesen, der sich mit dem HTC One auseinandersetzte. Immerhin: soweit, dass ich mir die trendigen Unboxing-Videos ansehe, in denen irgendwelche Nerds filmen, wie sie ihr neues Spielzeug auspacken, bin ich noch nicht (obwohl diese Videos binnen weniger Tage mehr Klicks haben, als mein Blog in einem ganzen Jahr).

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Notebook-Webcam im Unterricht nutzen

Immer wieder bin ich versucht, mir eine (sündhaft teure) Kamera zu kaufen, um im Unterricht bspw. kleine Versuche über den Beamer an die Wand zu werfen. Letztlich stehen Kosten und Nutzen in keinerlei Verhältnis zueinander, so dass ich mehr als einmal schon nach einer eleganten Möglichkeit gesucht habe, die WebCam meines Notebooks auf unkomplizierte Art und Weise zu missbrauchen nutzen.

Der Zufall half mir auf die Sprünge: Mit dem MediaPlayer Classic kann man die eigene WebCam augenblicklich anzeigen lassen und auch die Größe des Bildes beliebig skalieren. Das ist prima, denn dieses Programm nutze ich sowieso, um allerlei Videos abspielen zu lassen.

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Wie viele Stunden meines Lebens habe ich mit dem Googeln und Ausprobieren von irgendwelchen Shareware-Versionen verbracht? Immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, mir einfach mein eigenes Bild anzeigen zu lassen. Und nun.. Einfach STRG+V drücken. Fertig.

[Meine Kollegin würde jetzt wieer sagen: Warum schreibst du so ein völlig uninteressantes Zeug? Wen juckt das? => Nun, zum Beispiel die zig hundert Leute, die immer noch auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, einen TouchScreen abzuschalten oder einen Toner nachzufüllen oder wissen wollen, wie lange die Luxation zweier Finger dauert oder ihren Tablet für mehrere Benutzer einzurichten. Ich meine, genau dafür ist das Internet doch da, damit Menschen (im Unterschied zu einem SocialMedia-Account) dauerhaft Antworten finden..]

Gespräch mit einem “Opfer” digitalen Unterrichts.

Vor einigen Wochen veröffentlichte ich an dieser Stelle ein Gespräch mit Felix Kayser, einem Befürworter digitaler Klassenzimmer. Auch wenn ich mit ihm in vielen Dingen nicht übereinstimme (und eher ein Gegner von technischem Schnick-Schnack im Unterricht bin), war es für mich durchaus spannend, mir seine Sicht der Dinge anzuhören.
Ende letzter Woche nun hatte ich die Gelegenheit, mich mit einem ehemaligen Schüler einer sog. "Laptopklasse" zu unterhalten. Dies war für mich vor allem deshalb spannend, weil jener Schüler aus seiner Erfahrung heraus einen besonderen Einblick in solche Projektklassen hat. Wiederum habe ich die Erlaubnis, das Gespräch hier zu veröffentlichen.

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Jahresprojekte (2)

Ich erwähnte zu Beginn des Jahres, dass einige aufregende Projekte anstünden. Nun, nach einigen Wochen, möchte ich Rechenschaft ablegen berichten, wie es so läuft.

NW-Workbook

Zusammen mit einer großartigen Kollegin arbeite ich seit Dezember an einem Workbook für das Fach NW, welches bei uns in der Klasse 5 und 6 unterrichtet wird. Die Arbeit daran kommt sehr gut voran – ich freue mich schon sehr auf die Einheit. Nebenher erstelle ich ein zweites Heft für mein aktuelles Thema (“Die Sonne”).

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Das ganze muss aus Kostengründen so “grau” aussehen, weil jeder Schüler ein komplettes Heft erhält.

 

Physik 12.1

Nicht viel weiter bin ich mit meinen Planungen für das nächste Physikjahr.
Ich hatte erwogen, eine Lerntheke zu machen, die sich spielerisch in immer höheren Niveaus mit der E-Lehre auseinandersetzt. Eine Idee sind Karten, in denen die Schüler in die Rolle von Polizisten schlüpfen und Schaltpläne analysieren und z.B. Bomben entschärfen (“Die Spannung soll um 4 Volt abfallen – musst du dafür den blauen oder den roten Draht durchschneiden?”). Herausfordernd dabei der Gedanke, auch Gegenkarten zu entwerfen und als Terroristen Schurken jeweils immer komplexere Bomben Baupläne erstellen zu müssen.

Aber sicher gibt es dann Leute, die sich darüber echauffieren, ich würde sozusagen CounterStrike im Unterricht spielen.

Ich sprach mit den Schülern über die Problematik. Ihnen ist der Ärger völlig egal – sie hätten sehr viel Lust, Räuber und Gendarm zu spielen. Der spielerische Zugang dazu motiviert sie sehr. Meine Kollegen zeigten sich eher skeptisch. Auch sie sehen den positiven, motivierenden Ansatz, befürchten aber eine das nahe Ende meiner Lehrerkarriere. Zumindest haben sie schon angefangen, meinen Platz im Lehrerzimmer neu zu vergeben.

Wenn jemand einen alternativen Vorschlag hat oder eine Meinung dazu abgibt, wäre ich dankbar :-) .

 

Modellbau

Außerdem baue ich ja gerade mit meinem 6er AT-Kurs an einem riesigen Modell unserer Schule. Das ist durchaus herausfordernd, weil unsere Schule aus vielen, unterschiedlichen Gebäuden besteht und außerdem an einem Hang steht, so dass die Vermessung sich als äußerst schwierig erwiesen hat. Aber es geht voran. Am Ende wird das Modell gute 2,40 Meter lang, also ordentlich.

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Gespräch mit einem Befürworter „Interaktiver Klassenzimmer“

Wie alle Autoren eines Blogs erhalte auch ich immer wieder Anfragen von allen möglichen Leuten und Firmen. Vor zwei Wochen bot man mir an, den Blog als Buch zu drucken und zu verkaufen (12% des Erlöses für mich bei prognostizierten 4 verkauften Exemplaren) und wöchentlich die Anfrage, ob ich nicht Werbung einen Gastbeitrag für dieses oder jenes machen wollte. Ich bin da, ehrlich gesagt, ziemlich egoistisch.

Wenn ich über das Flashen eines CustomROMs auf das neueste HTC Handy schreibe, dann nicht, weil ich damit „Traffic“ generiere oder weil es auch nur einen Bruchteil „meiner Leser“ interessiert, sondern weil ichs geil finde. In den meisten Fällen halte ich es wie Herr Rau und ignoriere solche Mails einfach. Selten einmal frage ich nach und ganz, ganz selten ergibt sich ein unterhaltsamer Austausch. So wie hier: (weiterlesen …)