Ich lege viel Wert auf Effizienz und effektives Arbeiten am Arbeitsplatz: Die Auswahl von Schreibtisch, Monitoren und Beleuchtung hat im Home Office Auswirkungen auf meine Lebensqualität. Weil ich gerne anderen über die Schulter schaue, erzähle ich heute von meinem Arbeitsplatz.

Disclaimer

Die Fußnote gleich zu Beginn: Ich habe keinen der genannten Artikel geschenkt bekommen oder erhalte von keiner der Firmen eine Gegenleistung. Ich schreibe aus Lust, nicht aus monetären Gründen. Der Bequemlichkeit halber habe ich trotzdem alle genannten Gegenstände direkt verlinkt. Bei einigen dieser Links handelt es sich um Affiliate-Links, die keinen Einfluss auf den Preis für dich haben, diese Homepage aber unterstützen, wenn du darauf klicken solltest.

Home Office

Als Lehrer verbringe ich viel Zeit am Schreibtisch und am Computer. In den letzten Monaten ist diese Zeit durch Videokonferenzen, Fernunterricht und einige Podcast-Interviews noch einmal spürbar angewachsen und die Gestaltung meines Arbeitsplatzes hat spürbaren Einfluss auf meine Lebensqualität: Mein Computer läuft mindestens sechs Stunden am Tag – wenn der regelmäßig abstürzt oder sehr langsam wird, sind das sechs Stunden wiederholten Ärgerns und Fluchens. Umgekehrt verbringe ich in meinem Auto nur rund 30 Minuten am Tag – deswegen bin ich auch bis zum letzten Tag eine Schrottkarre gefahren. Kosten und Nutzen sind da für mich unausgewogen – würde ich regelmäßig pendeln, sähe das vielleicht anders aus.

Mein Arbeitsplatz: Ein Blick auf Schreibtisch & Bürostuhl

Arbeitsplatz

Dieser Blick auf meinen Schreibtisch ist tatsächlich unverstellt: Ich ertrage es nicht, wenn sich Zettel, leere Flaschen oder gemalte Kunstwerke meiner Kinder auf meinem Schreibtisch sammeln. Für konzentriertes Arbeiten benötige ich eine möglichst sterile, ablenkungsfreie Arbeitsfläche – der Schreibtisch ist also nicht für das Foto aufgeräumt worden.

Bei dem Schreibtisch handelt es sich um das Modell „Bekannt“ von IKEA. Ich habe den Tisch im Sommer gebraucht bei ebay Kleinanzeigen für 50 € erworben. Zuviel Zeit verbringe ich auf einem UMI GTF39 Gaming Stuhl, den es bei eBay für etwa 110 € gibt. Das ist ein guter Preis für ein Möbelstück, dass meinen Hintern Tag für Tag erdulden muss. Die Möglichkeit, den Stuhl in eine Liege (samt ausklappbarer Fußstütze) zu verwandeln, ist eher Spielerei – wichtiger ist für mich, dass ich auch nach langer Korrektur keine Rückenschmerzen bekomme. Um den Boden durch die Rollen nicht zu beschädigen, habe ich eine Bodenschutzmatte ausgelegt – nicht hübsch, aber sehr gut investiertes Geld, nachdem ich einmal ordentliche Löcher in den Boden gefahren habe.

Computer und Notebookständer

Unterrichtsvorbereitung und Rechenleistung erledigt mein Surface Book. Mit dieser Arbeitsmaschine erstelle ich Videokonferenzen, Erklärvideos und Tonaufzeichnungen. Das Gerät hat deutlich mehr Leistung, als mein (in die Jahre gekommenes) Surface Pro 4, welches ich Tag für Tag in den Klassenraum trage und das ich immer noch für den perfekten Lehrer-PC halte. Obwohl für meine Anforderungen ein stationärer PC anstelle des Surface Books auch passen würde, ist die Portabilität für mich wahnsinnig praktisch: Wenn meine jüngste Tochter morgens hungrig aufwacht, schnappe ich mir mit einem Griff Baby und Surface Book und kann im Wohnzimmer noch bloggen oder arbeiten.

Laptopständer

Der Sinn eines Laptopständers hat sich mir erst erschlossen, als ich mir dieses Modell von BoYata aus Aluminum auf den Tisch gestellt habe. Der Ständer ist extrem stabil – da wackelt und schwankt nichts. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass die Webcam auf Augenhöhe gelangt, was in Videokonferenzen dafür sorgt, dass man mich nicht ständig von schräg unten filmt und gibt mir außerdem Platz auf dem Schreibtisch zurück: Wenn sich ein Stapel Korrekturen (schon korrigierte Hefte – wird gerade korrigiert – muss noch korrigiert werden Hefte) mit den Stiften und Taschenrechner um den Platz streiten, ist mir jeder Quadratzentimeter lieb. Kurz: Den Notebookständer will ich an meinem Arbeitsplatz nicht mehr missen.

Tastatur und Maus

Mein Arbeitsplatz fürs Home Office: Schreibtisch, Monitore, Beleuchtung 1

Ich schreibe auf einer billigen Jelly Comb Tastatur, die in meinen Augen mehrere Vorzuge vereint: Sie ist ziemlich flach, hat einen angenehmen Druckpunkt und ist leise. Darüber hinaus lässt sie sich mit drei unterschiedlichen Geräten per Bluetooth verbinden. Zuweilen sitzen meine Frau oder meine Tochter an meinem Schreibtisch und mit nur einem einzigen Stecker lässt sich die gesamte Peripherie an jeden Rechner anschließen. Per Knopfdruck wechselt die Tastatur dann auf einen anderen PC. Eher ein Gimmick: Die Tasten sind hintergrundbeleuchtet und sowohl Farbe als auch Helligkeit lassen sich einstellen – ist für mich nicht ganz so wichtig, weil ich für eine ordentliche Beleuchtung meines Arbeitsplatzes gesorgt habe.

Meine Maus ist eine Logi. Die kann per Knopfdruck zwischen einem 2,4 Ghz Empfänger und Bluetooth wechseln, so dass auch hier eine Nutzung mit mehreren Computern problemlos möglich ist. Die Maus ist leicht und verfügt über fünf Tasten – mehr brauche ich nicht.

Monitore und Unsichtbares

Mein Arbeitsplatz fürs Home Office: Schreibtisch, Monitore, Beleuchtung 2

An meiner Wand hängt ein LG 29 Zoll Widescreen Monitor mit einer Auflösung von 2560×1080. Es ist kein Geheimnis, dass ein zweiter Monitor den Workflow ganz gewaltig steigert – ein Widescreen Monitor ermöglicht das Recherchieren links und Schreiben rechts. So beeindruckend AMOLED, QLED und 1000 andere Techno-Begriffe sind – ich arbeite mit dem Gerät und mache weder professionelle Bildbearbeitung noch zocke ich auf Profi-Niveau, so dass mir auch Latenz und Farbgetreuheit egal sind. Ob das Bild auf meinem Arbeitsblatt nun zu 95% farbtreu ist oder zu 99,5% spielt keine Rolle – spätestens der Tintenstrahldrucker versemmelt sowieso alle Farben. Für Office-Anwendungen ist der Monitor perfekt und günstig – und mehr muss er an meinem Arbeitsplatz auch nicht leisten.

Der zweite Monitor ist mehr von der Resterampe und wird nur noch selten benötigt: Da liegt dann manchmal Spotify drauf oder bei Videokonferenz-Präsentationen nutze ich ihn als Präsentationsmedium: Auf dem Hauptmonitor sehe ich die Referentenansicht und das Videokonferenz-Tool, auf dem zweiten Monitor die Präsentation, die auch die Zuschauer sehen. Aber im Grunde: Wenn der irgendwann den Geist aufgibt, wird er auch nicht ersetzt.

Der Widescreen-LG schwebt mit dieser Wandhalterung über dem Schreibtisch, was mir wiederum mehr Raum schafft, um zu arbeiten. Hinter den Monitor habe ich eine billige Unterbauleuchte geklebt: Indirektes Licht ist charming und sorgt dafür, dass die Tastatur beleuchtet, ich aber nicht geblendet werde. Lässt sich per Berührung ein- und auschalten.

Unter dem Schreibtisch – mit Kabelbindern befestigt – befindet sich ein Surface Dock. Daran angeschlossen sind – unsichtbar – der Mausadapter, die beiden Monitore und eine lautlose 1TB-SSD Festplatte in passendem schmalen Gehäuse. Die Festplatte dient als Backup sowie als Datenspeicher für Unterrichtsmaterial und Dokumentationen. Charmant an dieser Lösung mit dem Surface Dock: Wenn meine Tochter ihr Surface Go anschließt, kann sie augenblicklich auf die gleiche Peripherie zugreifen.

Beleuchtung und Ton

Der eigentliche Grund für die Anschaffung dieses USB-Mikrofons von Tonor waren meine Erklärvideos: Wenn ich auf dem Surface zeichne und schreibe, hört man neben meiner Stimme immer auch ein Tok-tok-tok, wenn ich mit dem Stift auf dem Bildschirm aufsetze. Das war eine Qual. Das externe Mikrofon sorgt nicht nur an dieser Stelle für einen Qualitätssprung, sondern auch in Videokonferenzen für eine klare Stimme und nach all den Monaten wirst du das kennen: Wenig ist anstrengender, als bei einer Videokonferenz jemandem zuzuhören, der kaum zu verstehen ist.

Arbeitsplatz

Für die passende Beleuchtung bei Videokonferenzen und als Ersatz für eine Schreibtischlampe sorgt dieses Ringlicht, das den ganzen Raum erhellen kann. Es gibt eine mehrstufige Helligkeitsregelung (von ganz wenig bis gleißend hell) und auch der Weißton lässt sich verändern. Charmant: Die Lampe wird per USB angeschlossen und findet damit Platz direkt am Surface Dock.

Als einziges Gimmick erdulde ich den Samsung Fast Charger auf meinem Schreibtisch. Er lädt während der Arbeit Handy und meine mittlerweile vier Jahre alte Samsung Gear S3 – die inzwischen deutlich länger hält, als jede Armbanduhr vor ihr, sei es klassisch oder smart.

Alles zusammen ergibt das einen Arbeitsplatz, der optimal auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

In dieser Konstellation kann ich effektiv und konzentriert Unterricht vorbereiten, Klassenarbeiten korrigieren und bloggen.

Starke Lehrer - starke Schüler

Und natürlich mein neues Buch mit dem Arbeitstitel „Starke Lehrer – starke Schüler“ fertigstellen, an dem meine Kollegin Berufs-Ehefrau Franziska und ich seit Monaten arbeiten. Darin haben wir Dutzende erlebnispädagogische Teamspiele, von denen ich hier auf dem Blog seit Jahren immer wieder mal berichte, überarbeitet und mit didaktischen und methodischen Hinweisen versehen.

Eine Veröffentlichung steht kurz bevor. Es fehlen noch Kleinigkeiten – aber das wird richtig gut!

15 Gedanken zu „Mein Arbeitsplatz fürs Home Office: Schreibtisch, Monitore, Beleuchtung“

  1. Hallo! Vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel! Könntest du auch noch mal was verfassen, wie du deine Dateien auf dem Rechner organisierst? 🙂 Liebe Grüße!

  2. Hallo Jan-Martin,

    jetzt muss ich doch mal ein Kommentar da lassen und einige Fragen stellen:

    1. Was ist mit dem iPad auf dem Tisch? Schein ja ein Pro oder Air4 zu sein. Gehört das dir, deiner Familie oder ist das noch das Leihgerät von Grover?

    2. Hab ich das richtig gesehen, dass deine Bücher mehr oder weniger im Eigenverlag erscheinen?

    3. Du hattest ja vor kurzem bereits mal einen Einblick in deine Arbeitsweise gegeben, also du deine Tipps im Umgang mit Arbeitsblättern etc. vorgestellt hast. Auch dein Workflow am Schreibtisch ist darauf ausgerichtet. Wie sieht da bei dir mit dem Selbstmanagment aus? Den Kalender hast du wohl digital, aber wie verwaltest du deine Todos? App oder analog? welche Methoden und Techniken nutzt du?
    Ich bin mittlerweile im dritten „richtigen“ Berufsjahr, und das Selbstmanagement beschäftigt mich seither. Habe schon vieles verbessert bekommen. Aber letztendlich lerne ich da gerne dazu. Studium und Vorbereitungsdienst waren da mit meinem damaligen System gut händelbar, aber das ist mittlerweile einfach nicht mehr brauchbar.

    Vielen herzlichen Dank im voraus und viele Grüße aus Badisch Sibirien!

    Daniel

    1. Hallo,

      1) Das iPad habe ich zurückgegeben, weil ich in den 3 Monaten nur auf etwa 20 Minuten Nutzungszeit kam. War einfach nicht mein Ding. Das Gerät auf dem Schreibtisch ist ein Samsung Galaxy Tab S6. Ist ein tolles Gerät – aber nicht wirklich wichtig und eher ein Luxusartikel, deswegen habe ich es nicht aufgeführt. Tablets finden bei mir keinen rechten Nutzen.

      2) Ja. Eher mehr als weniger 🙂

      3) Ich nutze „Microsoft ToDo“ für ganz konkrete Aufgaben, die ich alleine oder mit Familienmitgliedern teile. Rubriken sind da Schule/Blog/Familie/Haus&Garten etc. Hilfreich finde ich oft so Kleinigkeiten wie die Bring-App für den gemeinsamen Einkaufszettel und sowas. Ist nie groß und spektakulär – spart aber Unmengen an Zeit und Energie.

  3. Ganz praktische Frage. Wo im Raum ist das Fenster? Oder vielmehr. Mein neues Arbeitszimmer wird an den Wänden Fenster oder Dachschrägen aufweisen. Würdest du die Arbeitsfläche frei im Raum platzieren oder hältst du es vor Fenstern für „machbar“.

    1. Ich sitze im Dach, Fenster im Rücken. Maximal unglücklich bei Videokonferenzen an hellen Tagen. Allein dafür hat sich das Ringlicht gelohnt.

  4. Sehr schöne Idee mit dem Ringlicht! Mein Kommentar könnte jetzt leicht überflüssig sein, aber das Licht umschmeichelt das Gesicht wahrscheinlich noch schöner, wenn es von schräg oben kommt (optimal meist: 45 Grad von oben, etwas zur Seite). So wird auch meist im Film- und Fotografiebereich beleuchtet.

  5. Sieht sehr hübsch aus. Da will ich meinen eigenen Schreibtisch auch gleich aufräumen 😀
    Bei mir steht auf dem Tisch noch ein Drucker. Findet der bei dir auch irgendwo einen Platz oder hast/brauchst du keinen im Büro?

    1. Ist tatsächlich fast verbannt und wird nur noch sehr, sehr selten genutzt. Einer jener alten Brother Tintenstrahl-Drucker, die noch mit 1€ Patronen laufen

  6. Pingback: Wohlfühl-Oasen - Halbtagsblog

  7. Pingback: Ein neuer Akku für das Surface Book - Halbtagsblog

  8. Pingback: Mein Arbeitsplatz in der Schule: Schreibtisch, Monitor, Wellness - Halbtagsblog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.