Das Leben als Künstler

Mit meinen Kindern, meiner Frau und meinen Schwiegereltern füllen wir ein Mehr-Generationen-Haus. Die Eltern meiner Frau sind ganz wunderbare Menschen, die in ihrem Leben viel und hart gearbeitet haben. Mit den Händen. Nicht zu vergleichen mit einem fragilen Lehrkörper, der offenkundig keinerlei körperlicher Belastung ausgesetzt werden darf. Komme ich nachmittags aus der Schule, arbeiten sie im und am Haus oder im und am Garten. Es gibt immer etwas zu tun.

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Ach, lasst mich doch in Ruhe!

Als ich vor vielen Jahren in Ludwigsburg unter dem großartigen Christian Spannagel studierte, wies er uns an, einen Twitter- und einen Facebook-Account anzulegen, außerdem einen Blog zu eröffnen, in der Wikipedia mitzuwirken und allerlei Social-Media-Kram mehr zu tun. „Als Lehrerinnen und Lehrer“, erklärte Spannagel sinngemäß, „müssen Sie sich mit dem Web 2.0 auskennen. Sie können es blöd finden – aber Sie müssen es kennen!“

Folgsam eröffneten wir alle unsere … weiter

Chronik: ein 1500-€i, Rückblick & Ausblick

Eine wesentliche Daseinsberechtigung zieht dieses Blog mittlerweile aus seiner Bedeutung als Chronist. Ich weiß, dass einzelne Schüler zuweilen in alten Artikeln stöbern und sich daran erfreuen und erst neulich fragte mich eine Schülerin, wie mein Ausflug nach Tübingen gewesen sei – ihre Eltern hätten meinen Blog lesen und würden zuweilen nachfragen, ob dieser oder jener Sachverhalt tatsächlich so abgelaufen sei.

Entsprechend:
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“Ich muss euch da was sagen…”

In meinem, an zauberhaften Ideen nicht eben armen Alltag hatte ich zuletzt eine der Schlechteren. Und bedauerlicherweise mussten meine Kollegen das ausbaden (aber vielleicht (bestimmt!) geht ja alles gut aus…).

Aber von vorne.
Unsere Projektarbeit mit den OER-Lerntheken läuft ganz wunderbar. Nach und nach sind wir dabei, den gesamten Stoff der Sekundarstufe 1 in Form von freiem Material auf den Markt zu werden. Die Kombination aus laminierter Karte und digitalem Mehrwert wird von Schülern und Eltern sehr dankbar angenommen. Dazu schaffen wir es immer wieder, … weiter

Cybermobbing & Forumtheater

Seit ich mit meiner eigenen Klasse am Cybermobbing-Projekt teilgenommen habe, sind schon ein paar Jahre vergangen. Umso mehr habe ich mich gefreut, meine sechste Klasse heute begleiten zu dürfen.

Neben Gesprächen und Fallsituationen recherchierten die Kinder zu bekannten Fällen und auch in diesem Jahr gab es wieder ein Theaterstück. Diesmal allerdings nicht von einer externen Gruppe aufgeführt, sondern von dem „DuG-Kurs“ des 10. Jahrgangs („DuG“ bedeutet „Darstellen und Gestalten“). Wann immer ich Theater sehe, werde ich ganz neidisch auf die … weiter

Der rosafarbene Taschenrechner.

Ich möchte mit dem Unterricht beginnen, aber irgendwas hält mich ab. Ein merkwürdiger Ausdruck liegt auf den Gesichtern meiner Schüler. Nachdenklich. Ein bisschen vorwurfsvoll. „Herr Klinge, wir müssen mit Ihnen reden“, meldet sich die Schülerin Nadine und ihr Ton ist der meiner besorgten Studienberaterin, die mir einst geduldig erklärte, dass ich an der Universität falsch sei. „Die letzte Stunde Herr Klinge…“ Sie schweigt und schaut mich nachdenklich an. Alle schweigen und schauen mich nachdenklich an.

Die letzte Stunde…? Die letzte Stunde!

Ich … weiter

Kong. Skull Island. (Filmphysik)

Dieser Tage läuft eine weitere King Kong Adaption an, die – dem Trailer nach zu urteilen – noch gewaltiger, absurder und überdimensionierter als Peter Jacksons Version daherkommt. Gerade deswegen nutze ich einzelne Filmsequenzen jedoch gerne im Mathematikunterricht. Vor dem Hintergrund von Volumen und Flächeninhalt steht die Frage, welcher Belastung die Knochen eines solchen Monsters ausgesetzt sind und – na klar – wie realistisch das Gezeigte ist. Bei zunehmender Größe eines Körpers wächst nämlich der Querschnitt eines Knochens (eine Fläche: “Länge mal Breite”) mit der zweiten … weiter

Ein kleiner Grund zum Feiern!

Heute ist nach nur wenigen Wochen Arbeit bereits die 10. (!) Lerntheke als völlig freies OER-Material an dieser Stelle veröffentlicht worden. Das bedeutet, die Stationen dürfen beliebig heruntergeladen, kopiert und verändert werden. Viel Freude damit und ein großes Dankeschön an die Kollegen Dorweiler, Kara & Kinkel für die wunderbare Arbeit!

Nach wie vor gilt: Wer die Welt verbessern möchte (nur ein kleines bisschen) und eine Fremdsprache spricht, kann die ein oder andere Aufgabenstellung ganz einfach übersetzen. Das ist nicht schwer und erfordert keinerlei technisches Fachwissen. … weiter

Staatsexamen & Bewerbung

Heute morgen durfte ich einmal mehr Zeuge einer Examensprüfung werden. So lang ist meine eigene Prüfung nicht her, dass ich mich nicht daran erinnern würde.Mein Lehramtsanwärter hat mit mir zusammen seit September die Bautechnik-Reihe in meinem Technik-Kurs gestaltet. „Zusammen“ ist dabei ein Euphemismus – denn mit seinem Einsteigen hat der Kollege den kompletten Unterricht übernommen, ich habe nur noch zugesehen und hier und da Impulse geliefert.Wie ursprünglich auch angedacht, ist während des Kurses eine Art Workbook zur Bautechnik entstanden, das sich an den … weiter