NETucated: Die digitale Schultasche.

Vor einigen Wochen bin ich von Stefan Malter eingeladen worden, an einer Fernsehsendung zum Thema “Digitale Bildung” teilzunehmen. Ich hatte damals schon ausführlicher über den Drehtag geschrieben, der mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Ich durfte ein bisschen was über meine papierlose Schultasche erzählen, über die Arbeit mit Lerntheken und darüber, ob meine Kollegen mich als Nerd betrachten. Offiziell startet die Reihe NETucated erst nächste Woche, aber auf der Homepage des Senders ist mein Beitrag schon heute zu sehen. Mit freundlicher Genehmigung des Senders darf ich die Sendung hier einbetten:

Die weiteren Sendetermine sind im Kalender der Homepage zu finden (ab 2. August).

Anschauen lohnt sich Smile.

Hühnerhaus #5: Familienkrise

In meinem, an dummen Entscheidungen sicher nicht armen Leben, war der Bau dieses speziellen Hühnerhauses ein herausragend dämliches Vorhaben.
Das Dach gebogen? Oh super! Alle Wände schief? Prima! Ein Dach zum Aufklappen? Wo ist das Problem! Es ist ja nicht so, als hätten mir nicht alle meine Freunde vorausgesagt, was für ein Aufwand das würde. Ich habe immer gehofft, ich würde irgendwann so einer dieser klugen, weisen Altvorderen werden, die alles wissen (oder zumindest den Eindruck erwecken). Statt dessen bin ich immer noch wie ein Clown, der mit kindlicher Begeisterung und einem Luftballon in der Hand die dämlichsten Projekte startet.

Heute nachmittag standen meine Töchter, Hand in Hand wie zwei an der Autobahnraststätte ausgesetzte Hunde vor mir, glitzernde, tränennasse Augen. “Sag mal, Papa, du bist ständig hier draußen. Wir wollten doch gemeinsam aus Decken eine Höhle bauen, aber ohne dich… Papa? Hast du die Hühner lieber als uns?”

Das war eine dämliche Idee.
Und, damit ja keine Missverständnisse aufkommen: Das war eine saudämliche Idee!

IMG_20160727_154257Aber: Es sieht großartig aus. Das schwarze, mit Pech bestrichene Dach gibt einen ersten Hinweis auf das spätere Design. Insbesondere auf das Streichen im Vintage-Look freue ich mich.

 

In den letzten Jahren habe ich mich in den Ferien so sehr gelangweilt, dass mein kreatives Hirn schnell mit Unterrichtsplanung begonnen hat. Dieses Jahr komme ich leider kaum dazu – und das nervt mich sehr. Schon drei Wochen Sommerferien rum und noch keine Stunde Unterricht vorbereitet – das erzeugt Stress in mir und Stress ist schlecht. (Ich möchte auch gar nicht, dass es anders ist: Ich bereite sehr gerne Unterricht vor, liebe die Planung und.. okay: Auch das Starten von neuen, verrückten (aber großartigen) Projekten mit meinen Klassen.)

Die Zukunft ist gerade bei Kickstarter zu finden.

Auf der Plattform „kickstarter“ können Menschen ihre Ideen oder entwickelten Produkte vorstellen und um finanzielle Unterstützung bitten. Jeder Besucher kann dann ein solches Projekt unterstützen.

Aktuell wird dort für ein Produkt geworben, von dem ich ganz frech behaupte, dass unsere Schulen in näherer Zukunft verändern wird: Das Superbook.
Dabei handelt es sich im Grunde um ein „dummes“ Notebookgehäuse für 99 Dollar, das man mit seinem Smartphone „beleben“ kann: Einfach sein Handy anschließen und das Notebook erwacht mit den gewohnten Apps.

Denken wir an eine kleine Schule mit einem normalen Computerraum (etwa 20 Computer), dann summieren sich die Anschaffungskosten für Hard- und Software auf mindestens zehntausend Euro. Für Computer, die nach drei bis vier Jahren veraltet sind. An meiner eigenen Schule arbeiten wir an allen Computern weiterhin mit Windows XP, weil nur das Upgrade uns zehntausende Euro kosten würde – abgesehen davon, dass Windows 10 auf den alten Möhren vermutlich nur bedingt sinnvoll ist.

Wofür wird der Computerraum normalerweise genutzt?

Um im Internet zu recherchieren. Um Präsentationen vorzubereiten. Um kleine Referate zu verfassen. Um Lernprogramme zu nutzen.

Wenn man ehrlich ist, benötigt nichts davon einen richtigen Computer – all das lässt sich schon heute mit jedem Smartphone erledigen. Mit dem Superbook ließe sich für vergleichsweise wenig Geld eine Schule ausrüsten ohne die Hardware ständig aufrüsten zu müssen. Schließt man ein aktuelleres Handy an, wird das Superbook besser.

Ich behaupte: Diese Art des Computers gestaltet die Zukunft an Schulen mit. Der Computerraum wird verschwinden.