Neues Schuljahr. Neue Projekte: “Der Küchenführerschein.”

imageIch habe das ein oder andere Mal darauf hingewiesen: Ich arbeite mit unglaublich fantastischen Leuten zusammen. Immer wieder werde ich inspiriert, beeindruckt, mitgerissen und begeistert. Details gefällig?

Das Fach “Arbeitslehre” besteht in der Regel aus drei Fächern: Wirtschaft, Hauswirtschaft und Technik. Ähnlich wie beim Fach NW (Chemie, Biologie, Physik) haben Lehrer meist ein Fach studiert – die anderen beiden muss man sich anlesen. In unserer OneNote-Gruppe arbeiten wir als Kollegen kooperativ zusammen: Die Technik-Lehrer stellen Technik-Projekte ein, die Hauswirtschaftslehrer Hauswirtschaftsprojekte und so weiter.

imageDer wunderbare Riza Kara (der auch in diesem Buch mitgeschrieben hat *g*) hat zum neuen Schuljahr für die fünften Klassen ein Workbook zum “Küchenführerschein” erstellt. Dies Workbook soll fachfremden Kollegen Struktur und Sicherheit beim Unterrichten geben und überdies den Kindern noch Freude beim Ausfüllen bereiten.
Einer Küchenrallye folgt eine Vorstellung der Werkzeuge, es geht um Hygiene und Sicherheit, Abwaschen und Rezepte, Spiele und Rätsel und Infotexte.

Alles ist so beschrieben, dass selbst Küchenlegasthenikern wie mir der Unterricht leicht gemacht wird und ich kann es kaum tatsächlich erwarten, das in den nächsten Jahren auszuprobieren.

Wie immer können wir aus Gründen des Urheberrechts keinen öffentlichen Download anbieten, aber interessierte Kollegen dürfen sich – wie immer – gerne melden.

Ich erzähle das, um anzustiften. Seid kreativ, teilt, kooperiert und lasst euch von anderen inspirieren. Ein neues Schuljahr hat begonnen und ich feiere jeden Tag.

“Noch einmal stürmt, noch einmal, liebe Freunde!”

IMG_20160725_002424Das neue Schuljahr beginnt und ich scharre innerlich mit den Hufen. Endlich geht es weiter.

Mein blödes Hühnerhaus hat mich in den vergangenen Wochen so sehr beschäftigt, dass ich kaum zum planen und träumen und spielen von Unterricht gekommen bin. Entsprechend schlecht vorbereitet fühle ich mich und merke mir: Noch einmal soll mir das nicht passieren. (Was natürlich gelogen ist – denn ich habe schon wieder zwei weitere Projekte im Hinterkopf, die einfach nicht von dort verschwinden wollen….)

Aufs neue Schuljahr freue ich mich sehr – spannende Dinge stehen an:

Meine eigene Klasse ist inzwischen in der Jahrgangsstufe 9 angelangt. Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich “meine Babys” kennenlernte. Wahnsinn, wie die Zeit rast. Ich habe in den vergangenen Monaten recht wenig über den Inklusionsanteil meiner Klasse geschrieben – das liegt daran, dass die Einbindung meiner Glasknochenmädels reibungslos funktioniert. Der schulische Anteil läuft perfekt und über die sozial-emotionalen Hürden von Inklusion allgemein schrieb ich bereits an anderer Stelle.
Die ersten zwei Schulwochen verbringt meine Klasse im Praktikum. Der eine ist zur Polizei gegangen, ein anderer ins physikalische Institut zum Forschen, hier zwei ins Handwerk und dort einer zur Zeitung. Mit meiner (wunderbaren) Co-Klassenlehrerin werden wir sie in den kommenden Tagen besuchen.

Außerdem bekomme ich nun regulär eine Vorbereitungsklasse. Die sogenannten “Willkommensklassen” dürfen immer nur ein Jahr bestehen, danach nennt man sie “Vorbereitungsklassen”. (Auf mich wirkt das wie der Unterschied zwischen Nachsitzen und Nacharbeiten – aber die Erfinder werden sich schon etwas dabei gedacht haben..) Weil meine Kollegen viel besser Deutsch unterrichten können, als ich, werde ich dort Technik geben. Das ist schön und handfest und mal etwas anderes, als den ganzen Tag Vokabeln pauken.

Außerdem hat mir mein Workbook Elektronik auch im Nachhinein so  gut gefallen, dass ich in diesem Jahr ein weiteres Arbeitsbuch gestalte: “Bautechnik”. Es soll um Materialforschung gehen und Baustatik, Wärmedämmung und Budgetplanung. Und natürlich soll das ganze am Ende in ein Projekt münden, das den Radios in nichts nachsteht. Wenn ich ganz arg motiviert bin, könnte ich die Inhalte komplett selbst erstellen und es hinterher zum Download anbieten oder bei Amazon für einen Obulus verkaufen – das letzte Jahr hat ja gezeigt, dass das nicht so schwierig ist.

Ins Jahr gehe ich weiterhin mit meinem Surface, das für mich auch nach bald einem halben Jahr das Gerät schlechthin ist. Tatsächlich kommt es jeden Tag zum Einsatz. Ganz intensiv ist die Kooperation mit Kollegen via OneNote. Wir sind inzwischen ganz schön viele, die sich gegenseitig Unterricht zuschieben und Projekte gemeinsam planen. Das macht sauspaß und ist unbedingt empfehlenswert. Außerdem habe ich mich intensiv mit Tapucate-Alternativen auseinandergesetzt – mit dem Ergebnis, dass ich dabei bleibe. Die Emulation eines Android-Tablets ist zwar nicht wirklich elegant, aber Tapucate schlägt alle Konkurrenten um Längen.

Also.. morgen geht’s los – ich kann es kaum erwarten.