OneNote (vs. Evernote) (mobile)

Nach wie vor verwalte ich meine Unterrichtsvorbereitung mit OneNote. Es ist und bleibt die eierlegende Wollmilchsau unter den Computerprogrammen und weder Evernote noch (beliebige Alternative einfügen) vermag mich davon abbringen.

Die Synchronisation ausgewählter Notizbücher mit meinem Tablet verläuft problemlos, obwohl die mobile App von OneNote mit dem Wort “rudimentär” allenfalls höflich beschrieben ist.
Seit kurzem bin ich in der Beta-Tester-Gruppe für die Android-App von OneNote und darf zukünftige Features schon jetzt ausprobieren. Und tatsächlich gibt es neues:

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Elternabend in den Ferien

Nachdem meine Tochter beschlossen hat, sie wolle gern die Schule wechseln, hat sie – bedingt durch die unterschiedlichen Bundesländer – immer noch Schule, wohingegen ich schon die Ferien genießen darf.
An ihrer neuen Schule war heute Elternabend, bei wir über die weiterführenden Schulen informiert wurden. Toll: Ein Elternabend, der weniger als 1 Stunde dauert. Auch toll: Gute Laune und sehr gut vorbereitete Lehrer.
Am allerbesten gefiel mir jedoch, dass die Kolleginnen die Eltern uns ermahnten, bitte nicht nur auf die Noten zu schielen und dass auch nicht nur die Ergebnisse der Klassenarbeiten für die Empfehlung relevant seien, sondern das Gesamtbild jedes einzelnen Schülers. Immer wieder auch die Betonung darauf, dass ihnen die Freude am Schulleben sehr, sehr wichtig sei.
Großartig! Kann ich so unterschreiben.
Carolina freut sich jeden Tag über ihre Entscheidung und ich ahne, weshalb.

2014-07-17 09.55.48Meine Zeit vertreibe ich mir gerade mit Renovierungs- und Sanierungsarbeiten. Im Unterschied zu meinem Handwerker-Schwiegervater, der sehr gründlich und durchdacht arbeitet, bin ich aus der schwätzenden Zunft: Körperliche Arbeit ist mir zuwider. Zwinkerndes Smiley
Also vertreibe ich mir die Arbeit mit allerlei Späßen: Während ich wir Decken verkleiden und Wände hochziehen, schreibe ich ständig Briefchen und Botschaften und verstecke sie hinter den Plastikfolien und Mauerritzen. Wenn in 50 Jahren irgendwelche Handwerker das Haus zerlegen, entdecken sie dann überall fröhliche Grüße, frivole Geständnisse und allerlei Unsinn. In den nächsten Tagen wird hoffentlich das Arbeitszimmer fertig, so dass ich (endlich) wieder mit Vorbereitungsarbeiten beginnen kann.

Australian ShepherdHin und wieder mache ich mit meinem kleinen  Hund Fahrradausflüge. Australian Shepherds eignen sich offenbar nicht nur, Pferde zu begleiten, sondern auch Fahrräder.
Nicht so toll: Der wandernde Flohteppich hat herausgefunden, wie gut Walderdbeeren und Himbeeren schmecken – also strolcht sie durch unseren Garten und frisst die Sträucher leer.

Herzlichen Glückwunsch zum Abitur, Mädels!

So sehen glückliche, junge AbiturientInnen aus! Und neun von ihnen können ganz besonders glücklich und stolz sein, denn sie haben das Abitur mit einer 1 vor dem Komma bestanden!

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Unter diesen neun war ein junger Mann, der Rest waren junge Frauen. Das gibt mir in verschiedener Hinsicht zu denken: Zum einen ist Schule scheinbar eine weibliche Veranstaltung. Immer geringer wird der Anteil der Lehrer im Vergleich zu den Lehrerinnen, immer höher der Anteil der Abiturientinnen und Studentinnen. Aber was ist mit den Jungen? Sind ihre Fahigkeiten nicht gefragt? Gibt es spezielle männliche Fähigkeiten und kommen Jungen in adäquater Weise in der Schule zum Zuge?

Und andererseits: Wenn die Mädels schon so gnadenlos die besten Noten abräumen, warum schauen sie im Beruf den Männern hinterher? Männer verdienen mehr Geld und besetzen die besseren Posten. Männer studieren Fächer, die eine Karriere versprechen, Frauen studieren Fächer, die “was mit Menschen zu tun haben” und sich gut mit der Familienplanung vereinbaren lassen. Hat man schon mal einen 19-Jährigen sagen hören: “Als Ingenieur hat kann man kaum Teilzeit arbeiten, ich denke ich studiere lieber …?”

Tja Mädels…, was machen wir falsch? Oder machen wir es genau richtig? Selbst wenn wir in der Schule die Mehrheit stellen, heißt das nicht, dass wir die Beförderungsstellen bekommen. Woran liegt das? Mascha Bika bezeichnet uns Frauen provokativ als “feige”, und mir kommt der Verdacht, dass sie zumindest teilweise Recht hat.

Was wäre, wenn wir Frauen und wehren würden, anstatt uns von Männern (Kollegen, Chefs, Nachbarn oder sogar Partnern) blöde Unterstellungen, Drohungen usw. anzuhören? Wenn wir nicht darauf zählen würden, dass unser Gegenüber rationalen Argumenten zugänglich ist, sondern einfach mal genau so blöde zurückmotzen oder uns das verbitten und gehen?
Was wäre, wenn wir uns um eine Beförderung bewerben, ohne darüber nachzudenken, dass jetzt erst mal andere dran sind, die sonst übergangen werden?
Was wäre, wenn wir uns auf Konflikte freuen, weil sie uns Gelegenheit geben, unser rhetorisches Geschick zu beweisen und  zu sagen, was es zu sagen gibt, anstatt zu schweigen, zu klären, zu deeskalieren?
Was wäre, wenn Mädchen ihre Ausbildung nach den Verdienstmöglichkeiten wählen würden? Danach, ob man damit eine Familie ernähren kann?

Soll man den Mädchen wünschen, dass sie von morgens 7 bis abends 7 auf der Arbeit sind und ihre Kinder der Kita und der Kinderfrau überlassen? Für mich wäre das immer ein schrecklicher Gedanke gewesen. Ich wünsche mir auch keine jungen Frauen, für die Solidarität nichts zählt und die in Gesprächen genauso aggressiv auftreten wie manche Männer.

Liebe Abiturientinnen: Viel Glück! Bleibt euch treu und findet euren Weg. Und stellt euch einfach vor, der dümmste Mann in eurem Jahrgang wäre in fünf Jahren euer Chef. Und jetzt viel Spaß beim Lernen!!!

Grillen mit den Eltern

2014-07-03 18.49.39

Zum Ausklang des Schuljahres haben wir mit unseren Schülern und ihren Eltern zusammen gegrillt.
Es war ein nettes Beisammensein mit lustigen Gesprächen; die Kinder sind allesamt nach wenigen Minuten zwischen den Büschen und Bäumen verschwunden – empfinde ich immer als gutes Zeichen.

Morgen gibt es noch Zeugnisse. Außerdem haben sich die Schüler gewünscht, die “schriftliche Feedbackrunde” (unbedingt lesen!) zu wiederholen. Damit werden alle Kinder mit einem schönen, zweiten Zeugnis in die Ferien entlassen. Das wird gut.