Bewerbungswoche

Ich unterrichte an einer Gesamtschule, das bedeutet, einige meiner Schüler werden nach der 10. Klasse nicht in die Oberstufe wechseln, sondern die Schule verlassen und einen Ausbildungsplatz ergreifen. Das ist im Alltag ein interessantes Spannungsfeld, weil sich die Jugendlichen, teils spürbar, in unterschiedliche Richtungen entwickeln.

Als Absolvent eines altsprachlichen Gymnasiums stand die Berufsvorbereitung bei uns sehr weit unten auf der Prioritätenliste. Hätte man mich nicht davon abgehalten, wäre ich im Anschluss an die Klasse 13 in Ermangelung sinnvoller Perspektiven einfach weiter zur Schule gegangen. … weiter

Blogparade: Stress im Beruf.

Herr Mess ruft zu einer Blogparade (= thematische Aufsätze) zum Thema „Stress im Beruf“ auf. Ausgehend von zwei Leitfragen aus dem #EDchatDE geht es um:

  • Welche Situationen im Schulalltag empfindest du persönlich als belastend?
  • Welche Strategien hast du dir zurecht gelegt, um mit derartigen Situationen zurecht zu kommen?

Obwohl ich Blogparaden sehr mag, tue ich mich mit diesem Thema eher schwer. Denn tatsächlich empfinde ich im Grunde keinen Stress, aber ich möchte auch kein falsches Bild … weiter

Feedback zur Potentialanalyse (II)

Nach der Potentialanalyse gestern stand heute das verdiente Frühstück für meine 8er auf dem Plan. Bei Brötchen und Kakao haben wir den Tag gestern Revue passieren lassen.
Die Mitarbeiter der Agentur gestern versicherten mir, die Schüler wären zu ganz großen Teilen sehr zufrieden, das habe das Feedback ergeben.

Mit dem Feedback ist das aber immer so eine Sache.

Frage ich meine Schüler, wie sie meinen Unterricht finden, dann werden die meisten sagen “Großartig, Herr Klinge. Gerne bitte mehr davon.” (Stellt euch zusätzlich einen dezenten … weiter

Leben. Und Lehren.

Im Klassenzimmer herrscht ein eher schlechtes Klima.
Die Schüler versuchen mit möglichst geringem Aufwand durch das Leben zu kommen. Motto: Vier gewinnt. Bloß nicht mehr tun, als eben nötig. Einzelne, die aus der Reihe tanzen, werden mit bissigen Kommentaren sofort wieder ins Glied gedrängt. Nie würde sich jemand trauen, freiwillig an irgendwelchen Wettbewerben teilzunehmen. Wer als besonders eifrig gilt, ist ein Streber. Teamwork existiert nicht, statt dessen kämpft jeder für sich allein.

Wie anders sieht es da im Lehrerzimmer aus!
Das Engagement einzelner … weiter

MINT on Tour

20140311_090856Die Universität Siegen hat ein Projekt gestartet, um “junge Menschen für die MINT-Fächer zu begeistern”. Dabei kommen Lehramts-Studenten drei Tage lang an die Schulen und betreuen jeweils 20 Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse um mit ihnen zu experimentieren und zu…

…helfen, die physikalischen oder chemischen Hintergründe zu verstehen oder selber zu entdecken.

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Hohe Ziele

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Während meine Tochter jeden Morgen in den Genuss eines Schulbrotes kommt, bin ich (ehrlich gesagt) zu faul, mir selbst eines zu machen. Und spätestens Donnerstags, nach 9 Stunden Unterricht, bereue ich das zutiefst.

Also beriet ich mich mit meinen Kollegen im Lehrerzimmer und habe letzte Woche einen dieser Obstkörbe über meinem Platz angebracht, die man normalerweise in der Küche … weiter

Berufsverständnis [Forts.]

Samstag Abend war mein Paket immer noch nicht da. Zum dritten Mal wegen “Zeitmangels” nicht abgeliefert worden.
Also erneut die Hotline.
”Also”, erklärte man mir, “wenn der Bote es Montag wieder nicht schafft, lagern wir das Paket hier und schicken Ihnen eine Nachricht.”
”Schicken Sie die Nachricht via Hermes?”
, fragte ich – sichtlich genervt.
”Nein, die Nachricht kommt mit der richtigen Post.”
”Merken Sie was…? Das ist doch Irrsinn…”

Ich entschuldigte mich für meinen genervten Ton. Schließlich kann die freundliche … weiter

Nebenberuf: Pirat

Alle paar Wochen springt mich der Begriff “Work-Life-Balance” an. In gefühlten Tagesabständen berichtet SPIEGEL ONLINE darüber, dass die Generation Y nicht so scharf auf Karriere ist, sondern eher flache Hierarchien und Erfüllung im Job sucht. Irgendwie arbeiten alle zu viel, aber Familie ist auch wichtig. Hm. Mit einer guten Freundin habe ich mich lange darüber unterhalten.

Noch mehr Zombies auf meinem Blog

Ich lese gerade “Feed” von Mira Grant.
Die Handlung spielt im Jahr 2040. Die Welt ist von einer Seuche befallen, die die Toten untot wieder auferstehen lässt. Die Menschheit lebt in Angst – es gibt keine großen Versammlungen mehr, jeder bleibt soweit es möglich ist, zu Hause. In dieser Zeit haben Internet-Blogs eine viel größere Glaubwürdigkeit, als die traditionellen Medien, so dass die Hauptfiguren der Buches (Shaun und Georgia Mason) entsprechend Blogger sind.

Die Autorin vermischt geschickt (pseudo-)dokumentarische Blogartikel mit … weiter