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Arbeiten mit Google Documents

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Nachdem eine meiner Klassen für den DFB Berichte zur kommenden EM schreibt, habe ich mich entschieden, den “Akt des Schreibens” ins Internet auszulagern.

Ausgangspunkt ist der Wunsch nach einer eleganten Möglichkeit, mit zwanzig Leuten an einem Dokument zu arbeiten, ohne dass achtzehn gelangweilt herumstehen.
Die Google Documents bieten hier ein fabelhaftes, kostenloses Umfeld um genau das zu tun – verschiedene Leute können an einem Dokument arbeiten.
Um Datenschutz etc. habe ich mir im Vorfeld keine besonderen Gedanken gemacht. Die Hälfte der Schüler hat bereits über ihr Android-Handy einen Google-Account, der Rest hat sich mit mehr oder weniger gefakten Namen schnell einen gemacht.

Seitdem sind ein paar Tage vergangen. Unsere Vorstellung war ein erster Test – der reibungslos abgelaufen ist.
Heute ist der Vorbericht über Portugal fertig geworden – ebenfalls ausschließlich von zu Hause in kooperativer Arbeit entstanden.
Positiv dabei: Mein zusätzlicher Arbeitsaufwand beträgt pro Tag etwa 5 Minuten. Ich schaue abends kurz in die Dokumente und lese, was die Schüler so geschrieben haben. Korrigiere hier und da einen Rechtschreibfehler und setze eine Anmerkung [Klinge: Was bedeutet das? Warum vertragen die Portugiesen weder Otternnasen noch Ozelothmilch?]. Mit einigermaßen motivierten Schülern kommt dabei recht zügig ein brauchbares Ergebnis zustande.
Negativ: Ich kann nicht nachprüfen, welcher Schüler was geschrieben hat. Es kann sein, dass sich die ganze Arbeit auf die fünf, sechs Schüler verteilt, deren Namen ich im “zuletzt bearbeitet von”-Feld sehe. Für eine gerechte Beurteilung ist das zu wenig.

Bei zukünftigen Projekten würde ich aber jederzeit wieder so arbeiten. Der Arbeitsaufwand ist im Verhältnis zum Ergebnis absolut marginal. Unseren Bericht gibt es ab Donnerstag oder Freitag übrigens hier zu lesen.

EM Berichterstatter (1)

Nachdem der DFB unsere Bewerbung als Nachwuchs-Reporter angenommen hat, standen zwei Dinge auf dem Plan.
Zunächst einmal die spöttischen Kommentare meiner Kollegen ertragen und zum anderen musste ich mir Gedanken über die Organisation machen. Unsere Aufgabe wird sein, verschiedene Länder der EM vorzustellen. Zum einen sachliche Informationen, zum anderen Anekdoten oder welchen Stellenwert der Fußball dort hat. Mit reichlich Erfahrung in Sachen Gruppenarbeit stand ich vor einem Problem:

23 Schülern, aber wenige Artikel.

Ich habe mich für eine technisch-spielerische Lösung entschieden: Google Documents, bzw. Google Drive, wie es heute heißt. Das ist im Grunde eine Art “Online-Word”, auf dem jeder von zu Hause zugreifen kann, dem ich es erlaube und der einen Google Account hat.
Ich habe bisher gar nicht mit Google Documents gearbeitet und war gespannt, wie ich selbst hineinfinden würde und ob ich zwei Dutzend Siebtklässlern den Zugang ermöglichen könnte.

1. Schritt: Alle brauchen einen Google-Account.
Bei gefühlten 30° im Computerraum (einer der spärlichen Sonnentage der Stadt Siegen…) gegen den Lärm von zwanzig begeisterten Kindern anzukämpfen ist antrengend selbstmörderisch. Meine Fresse! Der eine hat sein Passwort vergessen, der nächste die Ziffer in seiner E-Mail-Adresse. Wieder einer hat eine Nicht-Google-Adresse und benutzt sie aber für seinen Google-Account und möchte wissen, ob das auch bei Google-Documents klappt und noch jemand hat sich verklickt und weiß nicht mehr vor und nicht zurück. Und alle versuchen gleichzeitig bei 35° C auf mich einzureden. Und wie Grundschüler kommen sie dazu ganz nach vorne und bilden eine verschwitzte Menschentraube um mich. Ich schwitze. Die Schüler schwitzen. Und es ist ohrenbetäubend laut.

2. Schritt: Alle müssen Zugriff auf den von mir freigestellten Ordner und die Dokumente bekommen.
Ging eigentlich ganz schnell. Nur flux die E-Mail-Adressen eintragen und fertig.

3. Schritt: Kooperatives Arbeiten.
Alle schauen sich ein Dokument an und ich möchte demonstrieren, wie man kooperativ (also zu mehreren daran arbeiten kann. Das klappt irgendwie zu gut. Denn ständig ändert irgendein Schüler etwas. Und bei jeder Änderung poppt ein kleines Farbfeld im Text auf, dass einen informiert, wer hier gerade rumpfuscht. Ping. Ein Schüler fügt ein Wort hinzu. Ping. Ein andere löscht es sofort wieder. Ping. Einer schreibt HAHA ans Ende. Ping. Ein anderer löscht es. Dreiundzwanzig Schüler fangen an, gleichzeitig an einem Dokument zu fummeln und bei gefühlten 38° sehe ich nur noch bunte Punkte vor mir. Einige regen sich auf. Andere lachen. Wieder andere beteuern ihre Unschuld. Es wird lauter. Und heißer.

Aber es funktioniert.

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Irgendwann herrscht Ruhe. Alle Bildschirme sind aus. Die Schüler sitzen wie Strafgefangene auf ihren Händen, um weder Maus noch Tastatur zu berühren zu können.
Endlich kann ich ein paar Worte sagen. Organisatorisches. “Kommentare bitte in eckigen Klammern. Jeder Schüler kann überall die Stichpunkte ergänzen – den Fließtext dürfen aber nur die Kerngruppen bearbeiten.”

Und es klappt. Ganz wunderbar sogar.
Abends sitze ich zu Hause uns kann zusehen, wie einzelne Schüler die Texte bearbeiten. Ich kann ihnen sogar beim Denken zu sehen: Sätze werden geschrieben. Gelöscht. Umformuliert. Neu geschrieben.

Ein absoluter Traum für konspiratives kollaboratives Arbeiten in der Schule. Ich wünschte, so etwas hätte es schon zu meiner Zeit gegeben!

Als ich völlig erschöpft im Lehrerzimmer niedersinke und stolz auf die Stunde zurückblicke, nähert sich meine Lieblingskollegin von der Seite. “Sag mal”, grinst sie, “kann es sein, dass Schule für dich eine Art Spiel ist? Du willst herausfinden, wie schlimm eine Situation werden kann und wie es dir dann geht?”

Ich überlege kurz. “Ich bin Dortmund-Fan. Da ist man Leidenszeiten gewöhnt!” ;-)

Bildungspanik – Ein Kommentar

Der folgende Kommentar bezieht sich auf den Artikel “Disziplinlose Schüler überfordern deutsche Lehrer” von welt.de.

Es ist mal wieder soweit – eine Studie macht uns mal wieder klar, wie entsetzlich die Jugend und überfordert die Lehrer dieses Landes sind. Die Studie mit dem Titel „Lehre(r) in Zeiten der Bildungspanik: Eine Studie zum Prestige des Lehrerberufs und zur Situation an den Schulen in Deutschland“, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland durchgeführt hat, erzählt uns das. ‘Die Welt’ liefert uns entsetzliche Bilder zur Fragestellung: “Gab es in Ihrem Berufsleben schon einmal Situationen, in denen Sie die Belastungen, die Ihr Beruf mit sich bringt, nahezu unerträglich gefunden haben, oder war es noch nie so schlimm?”

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Als Mathematiker machen mich Statistiken ja regelmäßig wütend neugierig. (Kurzer Zwischengedanke: Wenn die oben genannte Frage Ärzten gestellt würde, wie würden die ihre Arbeitsbedingungen beschreiben? Und Polizisten? Oder Bäcker unter dem Druck der Billig-Bäckereiketten?). Es ist doch völlig klar, dass man durch die Art der Frage bestimmte Ergebnisse forcieren kann. “Haben Sie mehr Angst vor Islamistischem Terror oder Arbeitslosigkeit?”

Es bringt natürlich nicht so viele Leser, aber in der Studie stehen noch andere, durchaus interessante Zahlen: Bei 70% aller Lehrern überwiegt die Freude im Beruf.

70%. Sonne

Deutlich frustriert sind überhaupt nur 4% der Befragten. Das ist ja nicht soviel, oder?
Auch hier gilt – diese Werte sind gar nichts wert, wenn man sie nicht vergleichen kann. Ist der Prozentsatz der frustrierten Polizisten geringer? Oder der Krankenschwestern? Ich wage es zu bezweifeln. (Kurzer Gedanke: Ein erhöhtes Suizidrisiko weisen Berufe wie Mediziner (besonders Zahnärzte), Manager, Metzger, Dachdecker, Maler und Land- und Forstwirte auf. Lehrer eher nicht.)

Als wirklich ärgerlich empfinde ich überdies die Verklärung der Vergangenheit:

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Ohne jede Frage stehen wir als Lehrer vor neuen Herausforderungen in Bezug auf Disziplin und Motivation der Schüler. Aber ich kenne eine ganze Menge sensationeller Geschichten “von früher”, die heute völlig undenkbar wären. Und zwar nicht nur von Schülern – auch von Lehrern. Früher war immer alles besser und einfacher. Aber das gilt doch für jede Berufsgruppe, oder nicht? Sehr beeindruckend fand ich den Kommentar von Christoph Biermann im Spiegel über den “modernen Fußball”:

“Bei meinem zweiten Besuch im Stadion in der Castroper Straße in Bochum sah ich, wie ein paar Bochumer einen Düsseldorfer über die Ränge jagten. Als er stürzte sprangen sie auf ihm herum als sei er ein Trampolin.
[…]
Auch wurden Geschmacklosigkeiten gesungen: “Gib Gas, gib Gas, wenn Hitler mit den Schalkern in die Gaskammer rast.” Oder: “Schlagt die Kölner tot!” Das war nicht nur Maulheldentum. Im Oktober 1982 wurde der 16-jährige Glaserlehrling Adrian Maleika, ein Fan von Werder Bremen, auf dem Weg ins Hamburger Volksparkstadion von einem Stein tödlich am Kopf getroffen.”

Nicht alles war früher besser.

Und ja, auch die Arbeit mit den Eltern ist sicher schwieriger geworden. Positiv könnte man formulieren, dass viele Eltern selbstbewusster sind als früher, sie mischen sich mehr ein. Natürlich ist es leichter, wenn ich als Lehrer einfach mit der “Fünf” drohen kann, um mir als “Autoritätsperson” jede überengagierte Mutter vom Leib zu halten – und es soll mir keiner erzählen, dass dies “früher” nicht geschehen sei.

Ja, dieser Beruf ist anstrengend. Mindestens so anstrengend wie besserwissende engagierte Väter und dreißig Fünftklässler sind aber die Verwaltungs- und Organisationsaufgaben. Das sind Dinge, die nicht nur keinen Spaß machen, sondern z.T. völlig überflüssig sind und Zeit und Energie kosten. Beispiel gefällig? Die Kollegen in Sachsen sollen eine Liste erstellen, welche Dokumente sie wann wie oft an wen kopiert haben (Und wenn da irgendwann steht: “Mein Kampf”, Seite 48-52, 30x kopiert” , wird dann der Verfassungsschutz aktiv?). Ja, auch damit verbringen Lehrer ihre Nachmittage. Und mit dem Zählen von Fehlstunden. Und..und..und..

Schade, dass sich die Studie nicht auch damit befasst hat.

Die gesamte Studie findet man übrigens hier. (Und an dieser Stelle ein freundlicher Gruß an die Journalisten der ‘Welt’ – es wäre wirklich toll, wenn man sich nicht umständlich und mühsam und zeitaufwändig (trotz meines Halbtagsjobs…) solche Studien selbst ergooglen müsste. Ein Link tut nicht weh Smiley.

Apps für den Unterricht (Folge 1)

Neulich habe ich in einem der zahlreichen Lehrerblogs (ich dachte es wäre bei Maik Riecken, aber vielleicht habe ich mich auch geirrt..) einen Kommentar darüber gelesen, dass zwar viele Lehrer von ihrem iPad ganz begeistert sind – einen richtigen Nutzen aber noch nicht herausstellen konnten.

Das stimmt.

HTC-Flyer_Tablet-a4ff3f60c8395b06In den Ferien habe ich mein ödes bescheuertes Folio Tablet ver- und mir dafür das HTC Flyer gekauft. Das Flyer ist im Gegensatz zum Folio nur 7 Zoll groß und damit deutlich handlicher. Ein wirklich cooles Feature ist der Stift, mit dem man auf das Tablet schreiben kann. So lassen sich handschriftliche Anmerungen in Dokumente (u.a. pdf) einfügen und allerhand Unsinn anstellen.

In der Summe macht das Gerät echt Spaß. Während der Folio ziemlich schnell nur noch in der Schublade lag, wird der Flyer intensiv genutzt.

Obwohl ich via OneNote meinen gesamten Unterricht digitalisiert habe, bin ich beim Aufschreiben von Noten und Notizen eher konservativ – ich nutze Zettel. Manchmal ist es halt schneller und praktischer, ein paar Kreuze in einer Tabelle zu machen, als extra im Rechner die Excel-Tabelle zu starten.

Aber ich gelobe Besserung: Ich habe mir AndroClass für Android gekauft – hauptsächlich wegen der guten Erfahrungsberichte (ich gehöre zu den Leuten, die bei Amazon vor allem nach Kundenbewertung einkaufen.). Die zehn Euro sollten mich genug motivieren, mich ernsthaft mit der Software auseinander zu setzen. Da ich demnächst an einer neuen, großen Schule anfange empfinde ich besonders die integrierten Schülerfotos sehr praktisch.

Mal sehen.

Aber zurück zum Anfang: Einen richtigen Nutzen haben die Tablets gefühlt nicht. Was mich zum Grund dieses Eintrags führt. Ich möchte an dieser Stelle eine Serie starten: Immer Montags werden hier von nun an Apps präsentiert, die man als Lehrer sinnvoll im Unterricht einsetzen kann. Mein Schwerpunkt liegt natürlich im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Aber vielleicht kennt der ein oder andere Leser noch nützliches und wir bekommen eine sinnvolle Sammlung zusammen.

Nächste Woche geht’s los.

Schneller suchen mit Firefox/Chrome

Es gib ein paar Kniffe am Computer, die einem das Leben fullminant erleichtern – wenn man sie beherrscht. Man braucht sie nicht zum Leben – aber wenn man sie im Kopf hat, sitzt man stets genervt und nagelkauend neben Benutzern, die das noch nicht beherrschen.

Beispiel gefällig?

Leute, die in Dokumenten oder im Internet scrollen, indem sie auf das Dreieck unter der Scrollleiste rechts klicken. Klick. Klick. Klick. Und langsam wandert das Bild nach unten.
Und das, obwohl das Mausrad die gleiche Funktion erfüllt. Oder zwei Finger auf dem Mauspadd nach unten ziehen.

Insbesondere unter Lehrern – widerwillig gezwungen mit dem PC zu arbeiten aber ohne Motivation, selbiges zu tun – sind diese Dinge verbreitet.

Unter Windows 7 gibt es eine Reihe dieser Zusatzfunktionen, die mir das Leben erleichtern. Die meisten funktionieren in Kombination mit der Windowstaste.

  • Windowstaste + E                     —>  Explorer /Arbeitsplatz öffnen
  • Windowstaste + P                     —>  öffnet das Menü, um einen Beamer anzuschließen (wichtig für Lehrer!)
  • Windowstaste + Pfeil links      —> schiebt das aktive Fenster auf die linke Bildschirmseite
  • Windowstaste + Pfeil rechts   —> schiebt das aktive Fenster auf die rechte Bildschirmseite (jetzt kann man schön von links nach rechts kopieren)
  • Windowstaste + Pfeil oben     —> Fenster wird maximiert

Die Funktionen sind den meisten bekannt und dürften nichts neues darstellen. Weniger verbreitet ist dagegen die Schlüsselwort-Suche in Firefox bzw. dem Chrome-Browser.
Um das Ganze anschaulich zu halten, gehen wir vom Begriff “Klingonen” aus. Will ich in der WIkipedia etwas über Klingonen erfahren, tippe ich “www.wikipedia.de” in meinen Browser, klicke dort auf das Suchfenster und gebe “Klingonen” ein. Möchte ich auf Amazon  bzw. ebay nach Klingonen suchen, wechsle ich zunächst zu amazon.de bzw. ebay.de.

Aber es geht schneller. Viel schneller.

Vor allem, wenn man viel im Internet recherchiert lohnt sich ein Blick auf die Schlüsselwortsuche. Mit dem Firefox-Browser funktioniert das so:

imageZunächst gehen wir auf www.wikipedia.de. Dann mit der Maus ein Rechtsklick auf die Suchmaske und Linksklick auf “Ein Schlüsselwort für diese Suche hinzufügen”.

Ein neues Fenster erscheint.
Dort geben wir als Schlüsselwort den Buchstaben “w” ein. Anschließend “speichern”.

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Dieses Ritual wiederholen wir nochmal mit Amazon (Schlüsselwort "’a’"), ebay (‘e’) und Leo (‘l’) und allen Seiten, auf denen man regelmäßig nach Begriffen, Übersetzungen oder ähnlichem sucht.
Der Gag ist, wenn ich jetzt ein neues Browserfenster öffne (STRG+T), dann gebe ich das Schlüsselwort ein, gefolgt von meinem Suchbegriff. Also:

STRG+T (neues Browserfenster öffnet sich); “a Klingonen”  –> alles über klingonische Literatur auf Amazon wird mit präsentiert. Das funktioniert genauso mit der Wikipedia, Ebay etc.etc. Recherchieren im Internet sollte nun deutlich flotter von der Hand gehen.

Ein bisschen suchen musste ich, um die Funktion in googles Chrome zu finden (der wirklich abartig schnell ist!).
Dort genügt ein Rechtsklick auf die Adresszeile, gefolgt von “Suchmaschinen bearbeiten”.
Im folgenden Fenster kann man die Schlüsselwörter in der zweiten Spalte eingeben. Chrome merkt sich dabei alle besuchten Seiten und evtl. vorhandene Suchmasken. Grandios!

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(Okay, das war heute ein bisschen special – aber wenn das nächste Mal jemand in ein Dokument über die Menüleiste reinzoomt, anstelle von STRG + Mausrad, werdet ihr euch erinnern Zwinkerndes Smiley)

 

Zwischenbericht: Digitaler Physikkurs

Seit Anfang des Schuljahres führe ich meinen Physikkurs der Klasse 10 rein digital: Viel habe ich mir vorgenommen – und vieles auch erreicht.

Der Grundgedanke des Kurses ist, zum einen den Schülern alles Material für die Vor- und Nachbereitung in digitaler Form zur Verfügung zu stellen: Arbeitsblätter, Bücher, Informationen, Webseiten.
Auf der anderen Seite sollten die Schüler ihr Physikheft in Form eines Word-Dokumentes führen – Mitschriften der Stunde sollten nur hastig auf Schmierpapier mitgekritzelt werden.

Neben den eigentlichen physikalsichen Lehrinhalten versuche ich auf diese Weise eine zusätzliche, nämlich die Medienkompetenz zu vermitteln.
Ich ahne, dass wenigstens zwei Drittel der Klasse in spätestens anderthalb Jahren nicht mehr den Unterschied zwischen Reihen-, Parallel- und Wechselschaltung erklären kann – aber (so hoffe ich zumindest) – am Ende der Klasse 10 wird jedes Schüler dieses Kurses richtig gut mit Word/Writer umgehen können und eine Menge Erfahrung im Umgang mit E-Mails gesammelt haben.

Soweit zu den Zielen.

“Grau ist alle Theorie”, sagt man – aber so weit entfernt bin ich imho von meinen Vorstellungen nicht. Statt zeitintensive Versuchsprotokolle in der Stunde anzufertigen, notieren die Schüler nur das nötigste – der Rest wird zu Hause ordentlich in die Dokumente geschrieben. Inklusive Schaltskizzen, Photos, etc.
Die größten Schwierigkeiten habe ich vor dem Projekt in der Leistungsüberprüfung erwartet – und inzwischen genau dort auch vorgefunden. Einigen Schülern fällt es offenbar schwer, mir ihre Hefte rechtzeitig zuzumailen. Abgabetermine werden nur bedingt eingehalten.

Die meisten aber liefern ordentliche Arbeiten ab und geben sich Mühe – wirklich abgeschrieben wird nicht.

Auszüge aus einem besonders gelungenen Heft darf ich mit Erlaubnis der Schülerin hier präsentieren.

Schön zu sehen ist eine klare Struktur des Heftes:

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Die Fotos werden mit den Handy-Kameras erstellt, während des Unterrichts lassen sich die Schüler nicht allzu sehr davon ablenken.

Über die Ausführlichkeit des Protokolls lässt sich streiten – die Schüler werden aber mit zunehmender Dauer des Kurses immer sicherer im Umgang mit Office.

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Wirklich spannend ist, dass ich während der regulären zwei Stunden in der Woche extrem viel Zeit für Schülerexperimente und theoretischen Unterbau habe – besonders das Aufschreiben regulärer Versuchsprotokolle ins Physikheft nimmt während der Stunden sehr viel Zeit ein. In meinem digitalen Kurs schaffe ich pro Stunde immer mindestens drei, manchmal sogar fünf Schülerexperimente.

Insgesamt bin ich wirklich stolz auf die Klasse!

OneNote 2010 & 64bit & Drucker

Die meisten Leser werden schon bei der Überschrift abgesprungen – und die Übrigen sind auch genau meine Adressaten.image

Wer ein 64bit Betriebssystem pflegt, muss unter OneNote 2007 auf den Drucker-Treiber verzichten. Es existiert eine alternativ-Lösung, in dem man über Umwege (XLS) druckt – das ist ätzend, aber zur Not besser als nichts.

Office 2010 verspricht da zum Teil Abhilfe. Ich hatte die Gelegenheit, die Kombination von Office 2007 und der final Office 2010 zu testen und möchte an dieser Stelle kurz informieren, was geht und was nicht, Basis ist immer ein 64bit Betriebssystem.

Zunächst das positive: OneNote 2010 installiert einen Druckertreiber, so dass man aus jeder Applikation in OneNote2010 drucken kann.

Aber: Wie man anhand des ersten Screenshots sehen kann, gibt es Probleme! Aus vielen Programmen heraus hat man keine Möglichkeit, das gedruckte Format frei zu ändern. Das heißt, man muss in A4, B4, B5 etc. drucken, kann aber nicht frei wählen.
Das betrifft z.B. Scans von Abby: Habe ich gescannte Seiten, die 12,5 mal 17,8 groß sind, kann ich sie als A4 in OneNote 2010 drucken (und viel weiße Fläche genießen) oder aber verzichten.
imageGleiches gilt für pdf-Dokumente oder Word 2007.  In ON2007 gar nicht, in ON2010 nur in standardisierten Formaten. Ziemlich ätzend, wenn man ein Format hat, was nicht der Norm entspricht.

Die einzige Ausnahme – soweit ich sie gefunden habe – bildet Word 2010. Wie man auf dem zweiten Screenshot leicht erkennt, kann ich hier die Maße frei wählen.

Wer also regelmäßig Fotos oder nicht-DIN-Formate scannt und in OneNote drucken will, der ist mit einem 32bit-System und OneNote 2007 deutlich (!) besser bedient. Ich werde fürs Drucken wohl regelmäßig auf meinen alten Acer ausweichen müssen.

Google Such-Begriffe: OneNote 2007; OneNote 2010, Windows 64bit; x64, Drucker Treiber, printer driver, Format, Größe, Seite, verändern, einstellen, drucken in, drucken von,

HP Touchsmart TX2 (Rezension)

Während meinem Abitur lernte ich Jan Martin Klinge kennen (vor ca. 35 Jahren), der immer wieder voller Begeisterung und Euphorie über sein Studienleben mit einem Tablet-PC berichtete. Also, entschloss ich mich nach kurzer Zeit mir einen Tablet zuzulegen. Der einzige Tablet, der in Frage kam, war der HP Touchsmart TX2, der damals 1000 DM Euro kosten sollte. Das war viel Geld für einen Schüler aus meinen Verhältnissen. Egal, ich war überzeugt. Da 23 Euro Versand den Kuchen auch nicht mehr fett machten, bestellte ich natürlich per Express-Versand (Jan und Ich sind nicht gerade die geduldigsten Menschen, was das Erhalten von bestellten Waren angeht :-) ).

Heute kann ich nicht in Worte fassen, wie sehr ich meinen Tablet liebe und wie sehr er mir mein Studium und das vieler Kommilitonen erleichtert hat.

Das Design des TX2 sieht einfach klasse aus. Er ist gut verarbeitet und ist recht stabil gebaut. Sein 12,3 Zoll Display reicht vollkommen aus und die Bild- und Tonqualität, beim gucken von Videos, Filmen etc. ist auch klasse. Sein Display lässt sich ausschließlich in eine Richtung drehen, was aber wirklich niemanden stört. Zusätzlich zu einer Multimedia-Fernbedienung, die man im Notebook optimal verstauen kann, bestitzt er einen Fingerabdruckleser, einen DVD-Brenner mit Light-Scribe Funktion und im Lieferumfang sind außerdem 2 Akkus enthalten, die einen Uni-Tag ohne Probleme überstehen. Der TX2 besitzt außerdem am Display, 2 Schnellstarttasten und die Taste zum Drehen der Benutzeroberfläche, die einem das Leben wirklich erleichtert.

Der Touchscreen funktioniert einwandfrei, mit dem Stift, aber auch mit den Fingern. Neben der einfachen Fingerbedienung ist er auch multitouchfähig. Bilder lassen sich mit den Fingern drehen, Internetseiten scrollen und sämtliche Dokumente und Seiten lassen sich, wie beim iPhone, rein- und rauszoomen. Einfach klasse.

Nun wollen wir mal zu den Nachteilen kommen…

Im vergleich zu anderen, mir bekannten Tablets besitzt der Stift der TX2 eine sehr harte Miene und kein Radiergummi auf der Rückseite. Hinzukommt, dass das Display des TX2 ist äußerst glatt ist, was das schreiben im ersten Moment sehr gewöhnungsbedürftig macht. Nach kurzem Einschreiben funktioniert dies aber Prima. Die sonstigen Anschlüsse am TX2 sind wirklich bescheuert platziert. VGA- und Netzwerkanschluss, so wie einer der drei USB-Anschlüsse befinden sich auf der rechten Seite des Gehäuses. Schließt man einen Monitor an den TX2 an, wird die Bedienung mit einer Maus zu einer Zitterpartie. Es gibt keinen HDMI anschluss, dafür aber 2 Soundausgänge an der Front (sehr gut für lange Flüge zu zweit), so wie einen Mikrofoneingang. Selbstverständlich besitzt er einen vollkommen überflüssigen Modemeingang….  Mit der Grafikkarte und dem Prozessor lassen sich so gut wie keine Spiele vernünftig Spielen. Schon bei Star Wars Battelfront mit höchster Auflösung gibt der Computer auf. Dafür läuft er im Office-Betrieb einwandfrei und Videos lassen sich schnell und ohne Probleme bearbeiten.

Zum schluss noch eins der Größten Probleme. Ist der TX2 im Netzbetrieb, könnte man Staubsaugen und man würde seinen Lüfter immernoch deutlich hören. Im Akkubetrieb gibt er keinen Laut von sich, außer man beginnt Spiele zu spielen. Wer also Strom sparen will, kann sich nach dem Duschen einfach neben seinen TX2 stellen und die Haare sind trocken.

Mein Fazit: Der TX2 eignet sich optimal für einen langen Arbeits, oder Studientag. In Verbindung mit dem Programm “One-Note”, aus dem Office-Paket von Microsoft, ist er der optimale Gefährte fürs Studium. Gerade in Studiengängen, in denen viel skizziert und gezeichnet wird. Strukturformeln, Reaktionsgleichungen, Koordinatensysteme und andere Dinge, lassen sich schnell und einfach zeichnen, verschieben, vergrößern… usw.

Ich bin vollkommen zufrieden mit dem was HP da auf die Beine gestellt hat. Leider scheint es so, als gäbe es den TX2 nicht mehr zu kaufen und nur noch gebraucht bei eBay. Trozdem lohnt es sich allemal sich einen Tablet anzuschaffen. Und wie mein alter Freund Obiwan Janobi immer sagt: “Einmal Tablet, immer Tablet!” :-)

Übrigens: Eine weitere TabletPC Review auf diesem Blog findet sich hier. Dort geht es um den Nachfolger des TX2 – den TM2.

HTC Update Sense 2.5.2012

ScreenShot3Ich gebe es ja reumütig zu: Ich bin ein Abhängiger!

Aber dieses Update hat sich wirklich gelohnt – ihr werdet sehen.

Allen voran: Bei dem aktuellen Build handelt es sich wohl um eine Final. Alles läuft extrem performant – macht richtig Spaß! Im Vordergrund steht natürlich der neue ebook-Tab in Manila 2.5. NRG liefert direkt fünf freie Bücher mit und das macht Lust auf mehr. Gerade mit den großen Bildschirmen von TouchPro2 und HD2 kann man sehr entspannt lesen.

Geöffnet wird der quasi-Standard epub – einenScreenShot1 kostenlosen Konverter für Dokumente aller Art findet man hier. Das Buch wird automatisch an der richtigen Stellen aufgeschlagen. Möchte man den Shop (der im Moment auch noch nicht freigeschaltet ist) steht man vor dem Problem, dass der Tab die neuen ebooks nicht anzeigt. Will man das umgehen und bspw. eigene Bücher in den Reader einfügen, muss man Manila zwingen, die Bibliothek neu einzulesen. Eine Anleitung und ein Programm dafür gibt es hier.

Richtig gelungen ist der Documents-Tab, der sich vor allem an Business-Kunden richtet: Hier werden die neuesten 25 Office-Dokumente präsentiert – inklusive Vorschau. Nützlich ist dabei vor allem die Tatsache, das die Dokumente nicht extra auf dem Handy abgespeichert werden müssen, sondern auch im Posteingang liegen können. ScreenShot2Was immer irgendwo mit Office erschienen ist, findet man hier wieder. Hübsch anzusehen ist dabei auch der Quermodus.

Verbessert wurde auch die Anzahl der Quicklinks (16 statt neun) und die Zahl der Internet-Tabs (drei pro Reihe statt zwei).

Die nächste tolle Erweiterung ist der hoffentlich bald funktionierende Footprints-Tab. Der Gedanke dahinter ist, dass man seine Spuren aufzeichnet. Man ScreenShot4macht ein Foto seines Lieblingsrestaurants o.ä. und das Handy speichert die zugehörigen GPS-Koordinaten inkl. Kommentar und was man eben noch so möchte. Sehr chic!

Bei klappt das allerdings noch nicht.

Alles andere läuft reibungslos und ich bin sicher, dieses ROM werde ich länger draufbehalten.

Versprochen ;-)

ebook Reader für Manila? (Update 2.0)

Und noch einmal Windows Mobile:

Gerüchten Einem Leak zufolge arbeiten die Entwickler bei HTC an einem ebook-Tab für Manila.image Erschienen ist dies auf einem neuen, experimentellen Rom für das HTC HD2.

Experimentierfreudige genießen seit einigen Wochen schon den (etwas verbuggten) neuen Documents-Tab, der jedoch in dem neuesten (und quasi-offiziellen) build 2011.3030 wieder eingestampft wurde.

Der Screenshot lässt jedenfalls hoffen. In Zeiten von Kindle und iPad lässt sich HTC offenbar nicht die Butter vom Brot nehmen. Ich bin gespannt, nutze jedoch schon seit Jahren den Mobipocket Reader zum lesen.

Update: Ein sehr beeindruckendes Video.

Bei den developers sind schon erste HD2 & TP2 ROMs mit dem eReader HTC Manila build 2012 zu finden – spätestens morgen werde auch ich updaten und dann hier berichten.

Ein alternativer Reader ist Freda -  sehr zu empfehlen! Kommt ohne Manila-Update aus und hat ein sehr angenehmes Feeling.